Donnerstag, 21. April 2011

Strafrechtliche Nebengebiete im Alltag

Im Studium habe ich mich wegen des strafrechtlichen Schwerpunktes auch mit dem ein oder anderen Nebengebiet beschäftigt. Unter anderem waren da einige Seminare zum Thema Gerichtsmedizin, inklusive einigen Besuchen im Institut der Rechtsmedizin.

Der dort kennengelernte Geruch kam mir nach Urlaubsrückkehr im Treppenhaus des von mir bewohnten Hauses entgegen. Er verstärkte sich, je näher ich meiner Wohnung kam und das polizeiliche Siegel an der Tür des Nachbarn schaffte endgültige Klarheit. Es musste jemand das Zeitliche gesegnet haben und einige Zeit in der Wohnung gelegen haben.

Im Treppenhaus darf ich dann die Rentnerin von unten, die berichtete, dass man wegen des Geruchs am Vortag die Polizei gerufen habe und diese meinen Nachbarn gefunden habe. Die Dame war sichtlich geschockt, fragte dann aber: "Sie kennen sich doch da sicher aus: Bilden sich in so Leichen dann nicht Würmer??" Meine Antwort mit den Fliegen, die ihre Eier in Augen, Mund, Nase und Wunden ablegen und denn schlüpfenden Maden hat ihr dann aber den Rest gegeben. Sie wurde ungesund bleich und schwankte etwas. Ich habe einen Schnaps mit ihr getrunken.

Mittwoch, 20. April 2011

Mandat mit päpstlichem Segen - quasi

Vor wenigen Tagen war ich im Urlaub - in Rom. Was muss man da gesehen haben? Genau - den Petersdom. Als ich diesen aufsuchen wollte, da war auf dem Petersplatz eine größere Menschenmenge und ein ältere Herr schaute aus einem Fenster und sprach mit starkem deutschen Akzent allerlei fromme Sachen. Rein zufällig habe ich auf diese Weise einen päpstlichen Segen abbekommen.

Beim Verlassen des Petersplatzes schalte ich das Handy ein und es klingelt sofort. Ein Anrufer aus Deuschland, der mich um seine Verteidigung bittet. Na, das muss mit dem Teufel zugehen, wenn sich da kein Erfolg erzielen lässt.