Montag, 29. August 2011

Die Staatsanwaltschaft und google

Wer vor einer Zeit die Adresse der Hamburger Staatsanwaltschaft suchte, der fand bei Google einen Link zu einer Schmähseite. Diese trug den bezeichnenden Titel "vor-verurteilung", und ist nun gesperrt.

Google hat sich nun bei der Hamburger Staatsanwaltschaft freundlich entschuldigt, das Hamburger Abendblatt berichtet hier. Grund sei wohl ein Computerfehler gewesen, so heißt es.

Herr Möllers, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hamburg, weist im Interview darauf hin, dass durch diese Verlinkung eine Prangerwirkung entstehe, der man entgegentreten müsse.

Recht hat er. Wo kämen wir denn da hin, wenn die neutralste Behörde der Welt in Zusammenhang mit Vorverteilungen genannt würde.

Kommentare:

  1. Leider hat unsere "Presse" sich gar nicht die Mühe gemacht, die website im google cache zu lesen. Die war recht nüchtern gehalten, es geht um einen Polizisten mit Migrationshintergrund der aufgrund der Anzeige einer ex-Freundin durchs MEK verhaftet, angeklagt und nach mehreren Prozessen schliesslich freigesprochen wurde. Sowas ähnliches wie Kachelmann, aber mit weniger Medienecho. (Einige taz Artikel)

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  2. Objektivst, nicht neutralst. Sie wird auch immer noch gelegentlich Strafverfolgungs- und nicht Einstellungsbehörde genannt.

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  3. Die Google Suche am 17.11.2011 mit den Stichwörtern: "Adresse der Hamburger Staatsanwaltschaft" erbigt auf Seite 2 von ungefähr 1.260.000 Ergebnissen (0,15 Sekunden):

    vor-verurteilungwww.
    vor-verurteilung.de/
    Somit wurde die Berufung der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen das freisprechende Urteil des Amtsgerichts erwartungsgemäß verworfen. Innensenator ...

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