Donnerstag, 17. Februar 2011

Beweismittel in Tüten

Gestern im Ziviljustizgebäude. Ein junges Paar, bepackt mit diversen Taschen und Tüten, steht an der gemeinsamen Annahmestelle.
Zunächst fragen sie nach, in welchem Zimmer eine bestimmte Geschäftsstelle ihren Sitz hat.

Dann fragt er: "Nehmen Sie aich Beweismittel an?" und zeigt auf Tüten und Taschen. Der freundliche Herr an der Annahmestellte erklärte dann, dass die Annahmestelle nicht Annahmestelle heißt, weil alles angenommen wird. Das Paar ging seiner Wege.

Im Strafjustizgebäude hätte mich die Szene etwas beunruhigt, in die Taschen hätten einige Leichenteile reingepasst.

Kommentare:

  1. Würde man Leichenteile nicht lieber in Kühlboxen transportieren? Allein die Vorstellung, daß die Strafrechtler Leichenteile in Tüten umhertragen, beunruhigt mich ein klein Wenig. ;)

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  2. Bei den Temperaturen momentan braucht man doch keine Kühlbox! ;)

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  3. Die Kollegin denkt praktisch. Wenn man das zuende denken würde, wäre jetzt auch die ideale Zeit zum Abtauen der Truhen in der Gerichtsmedizin, weil man die Inhalte ja ganz praktisch draußen kalt stellen kann.

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  4. Pah, Anfänger.
    Eine südamerikanische Mumie wurde mal von Frankfurt nach Mannheim gefahren - auf dem Beifahrersitz !

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  5. In so einer Tasche
    http://tinyurl.com/6kd4ml2
    muss nicht zwingend eine Bowlingkugel sein.
    (Siehe Aufdruck).l..

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  6. Erinnert mich ein wenig an den alten Mann, der mir im Rathausflur begegnete und sich nach der Hundesteuerstelle erkundigte. Er wollte seinen Hund abmelden und hat - angesichts wohl eher negativer Erfahrungen mit städtischen Bediensteten - den Verblichenen in einer blauen Ikeatasche gleich dabei. Falls man Zweifel am Ableben des Lieblings hegen sollte...

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  7. Was wahrscheinlich dazu geführt hat, dass man diesen Leichnam gleich zu den Akten genommen hat. Eine Leiche mehr im Keller des Hamburger Rathauses....

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