Freitag, 30. April 2010

So machen wir das jetzt

Eben Verhandlung wegen Trunkenheitsfahrt. Ausführliche Vernehmung zweier Polizeibeamter zum Thema Richtervorbehalt, Blutprobenentnahme und so. Der Beamte wird nach der heutigen Praxis gefragt und sagt:

"Ja, jetzt rufen wir bei Verdacht auf 1,4 Promille den Ermittlungsrichter an. Da haben wir eine Nummer und rufen da direkt an. Wir rufen innerhalb von fünf Minuten zweimal an, danach ordnen wir die Blutprobenentnahme an. Bei mehr oder weniger als 1,4 Promille ordnen immer wir an."



Man kann gar nicht aufhören, sich ganz, ganz doll zu wundern.

Mein treuer Gefährte

10 Dinge, an denen Du merkst, dass Du eine richtige Familienrechtsanwältin bist

Diesen Beitrag widme ich meiner lieben Freundin und Kollegin Babette, einer Fachanwältin für Familienrecht.

1. Neben dem Palandt stehen in Deinem Bücherregal Werke wie "Prinzessin Lilifee" und "Ich habe einen Freund, der ist Rechtsanwalt".

2. In dem Stifteköcher auf Deinem Schreibtisch sind Wachsmalstifte.

3. Bei Deinen Besprechungsterminen fallen oft Sätze wie "Sei mal leise, Leonie-Marie. Die Tante und ich müssen was besprechen.

4. Ebenso oft heißt es "Ich will, dass diese miese Ratte richtig bluten muss."

5. Bei Düsseldorf denkst Du nicht an die längste Theke der Welt, sondern an eine Tabelle.

6. Du hast eine Box mit Taschentüchern auf dem Tisch im Besprechungszimmer.

7. Eine Ecke im Besprechungszimmer ist bemalt. Mit Wachsmalstiften.

8. Du hast keine Alkoholika in Deiner Kanzlei. Aber Gummibärchen und Lutscher.

9. Alle Deine Verhandlungstermine sind nicht öffentlich.

10. Du würdest nie heiraten, schließlich kennst Du die Scheidungsstatistik.



Anwälte aus Großkanzleiein erkannt man übrigens so. Und an dem fahlen Teint.

Gerecht

Meinem Mandanten war der Tatvorwurf (gefährliche Körperverletzung) in der Hauptverhandlung nicht nachzuweisen. Keine der Zeugenaussagen lieferte auch nur irgendetwas Belastendes gegen meinen Mandanten.

Die Vorsitzende schlägt eine Einstellung gegen Zahlung eines kleinen Geldbetrages an den "Weißen Ring" vor. Ich rate dem Mandanten von der Zustimmung ab. Staatsanwalt beantragt Freispruch, ich beantrage Freispruch und es gibt einen Freispruch.

Nach der Verhandlung spricht mich die Vorsitzende an. Eine Einstellung gegen Zahlung einer Geldauflage sei hier gerechter gewesen, meint sie. Irgendwas sei doch an dem Tatvorwurf sicher richtig gewesen.

Aha.

Donnerstag, 29. April 2010

"Damit ich Dich besser sehen kann"

Der Kollege Nebgen schreibt hier über das in Hamburg häufig auftretende Problem der Sitzordnung bei Strafverhandlungen. Argmuntiert wird von den Richtern immer gleich. "Ich will den Angeklagten genau sehen.." und/oder "Bei uns sitzt der immer da in der Mitte."

Ein Unding, dass es nicht selbstverständlich ist, dass der Mandant neben seinem Verteidiger sitzen "darf". Ein Vorsitzender, der so etwas nicht zulassen will, der sollte wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden. Irgendwann muss doch dann der Zeitpunkt kommen, an dem dieses leidige Thema nicht mehr in jeder dritten Hauptverhandlung auf den Tisch kommen muss.

Vielleicht werde ich das ja noch erleben. Oder zumindest der Praktikant, wenn er denn immer noch Jura studieren will.

In die Wurst?

Eine Mandatsanfrage per Mail, Arzthaftungsrecht. Verdacht eines Behandlungsfehlers nach Sturz vom eigenen (!) Pferd.
Die Mail endet damit, dass man im Hinblick auf etwaige Anwaltskosten bereits jetzt sagen wolle, dass man finanziell nicht besonders "gut aufgestellt sei".

Wenn ich so unausgeschlafen bin wie jetzt, dann habe ich große Lust, mit nur einem Satz zu antworten: "Verkauft doch das Pferd!"

Ach, mein Vater ist übrigens Metzgermeister..Ich sag´ ja nix, ich mein´ nur so. ;-)

Gefahren überall




Jeden Tag auf dem Weg in die Kanzlei werde ich vor den Gefahren des Internets gewarnt. Danke, liebe Polizei.

Mittwoch, 28. April 2010

10 Dinge, an denen Du merkst, dass du ein richtiger Verkehrsrechtsanwalt bist

Und hier ein spontaner Gastbeitrag meines Kollegen, Herrn Rechtsanwalt André van de Velde


1. Vor jedem Rückwärtseinparken in eine Parklücke steigst du aus deinem Auto und suchst dir einen Einweiser.

2. Feindliches Grün ist für dich nicht eine politische Positionierung.

3. In der Kneipe errechnest du deine aktuelle Blutalkoholkonzentration mit Hilfe einer Excel-Tabelle.

4. Du treibst deinen Änderungsschneider in den Wahnsinn, weil du den Auftrag zum Kürzen des Ledergürtels in einem 3-seitigen Pflichtenheft beschrieben hast.

5. Zur Hauptverhandlung über ein Parkticket für 25,00 Euro bringst du spontan fünf präsente Zeugen mit.

6. Du meidest jeden Autoscooter aus Angst vor einer Halswirbelsäulendistorsion.

7. Du denkst beim Haushaltsführungsschaden nicht an zu Bruch gegangenes Geschirr.

8. Bei einer verdachtsunabhängigen Verkehrskontrolle erklärst du den Widerspruch gegen die Aufforderung des Polizisten, ihm Kfz-Schein und Führerschein vorzulegen.

9. Du musstest dir wenigstens drei Mal von einem Richter vorwerfen lassen, dass sich das beantragte Sachverständigengutachten wegen der paar Euro doch völlig außer Verhältnis stehen würde.

10. Wenn du dich morgens auf die Personenwaage stellst, hinterfragst du, ob diese wohl korrekt kalibriert ist.

10 Dinge, an denen Du merkst, dass Du ein richtiger Strafverteidiger bist

1. Bei der Einlasskontrolle bei Gericht und Staatsanwalt musst Du nicht Deinen Anwaltsausweis zücken. Man nickt Dir demütig zu.

2. Du hast mindestens einen Polizisten mit Deiner Vernehmungstechnik zum Weinen gebracht.

3. Gegen Dich wurde mindestens je eine Strafanzeige wegen Strafvereitelung, Beleidigung und Geldwäsche erstattet. Jeweils von Amts wegen.

4. Du bist mindestens einmal von einem Opferzeugen auf dem Gerichtsflur angepöbelt worden weil Du "so einen" verteidigst.

5. Mindestens drei Mandanten haben Dich gebeten, Drogen oder eine Waffe für sie aufzubewahren.

6. Du hast mindestens eine Taufe/Beerdigung/Hochzeit verlassen müssen, weil Dein Notfall-Handy klingelte und es um Leben und Tod ging.

7. Mindestens ein Richter hat Dich in einer Hauptverhandlung bepöbelt.

8. Du hast zur Verteidigung mit einem StPO-Kommentar nach dem Richter geworfen.

9. In Deiner Kanzlei gibt es mindestens fünf verschieden Akoholika sowie Zigarren und einen Safe.

10. Du warst auf der Titelseite der "Bild". In dem Artikel kamen die Worte "Bestie" und "verteidigt" sowie Dein Name vor.

Kulinarisches

Gestern war die Versammlung der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer. Ich habe nun also ein Anwaltsverzeichnis für Oma und konnte mich mal so richtig satt essen. Trockene Laugenbrezeln für alle! Pappiger Toast mit zweifelhaftem Belag.

Ansonsten war es interessant, mal so ganz verschiedene Anwaltstypen zu sehen. Junge Menschen aus Großkanzleien, die sonst nie an´s Tageslicht kommen. Erkennt man leicht an der fahlen Haut. Ältere Herren im Doppelreiher mit Goldknöpfen.

Neues gab es nicht zu erfahren. Kammerbeitrag bleibt bei 168 Euro.

Dienstag, 27. April 2010

Tonight

Heute Abend, 18 Uhr, beginnt eine großartige Veranstaltung: Vorstandswahlen der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer. Es werden 24 (das sind alle!) Mitglieder des Vorstandes neu gewählt, unter anderem kandidiert auch der Kollege Nebgen (wenn man ihn nicht wegen seines Blogs noch irgendwie ausschließt). ;-)

Da sich alle 29 Kandidaten vorstellen und einige der Damen und Herren ausgesprochene "Laberfürsten" sind, kann das alles länger dauern. Ich rechne mal mit 23 Uhr - mindestens.

Wenigstens gibt es Wein und Schnittchen. Es wird allerdings weder falschen Hasen, noch Dorade geben. Aber ein kostenloses Anwaltsverzeichnis. Da hat man ja schon mal was für Oma zu Weihnachten.

Das war ja klar!

In einer Strafsache teilte die Mandant beim ersten Termin freudig mit, sie habe eine Deckungszusage von ihrer Rechtsschutz. Ich war etwas verwundert, handelte es sich doch bei der vorgeworfenen Tat um eine, die nur vorsätzlich begangen werden kann. Es gab aber tatsächlich Deckungsschutz - von der Gewerkschaft der Polizei. Da hätte ich stutzig werden müssen.

Mit denen streite ich nun darüber, ob Gebühren oberhalb der Mittelgebühr zu zahlen sind. Die Akte im Ermittlungsverfahren hat bisher über 400 Seiten, enthält rund 20 Zeugenaussagen, es ist eine sehr komplexe Sache. Die Bedeutung für die Mandantin ist hoch, es gab ausführliche Besprechungen etc. pp.

Nun teilt mir die Gewerkschaft der Polizei mit, dass die anderen in dem Verfahren tätigen Verteidiger mitgeteilt hätten, dass eine Gebühr oberhalb der Mittelgebühr nicht gerechtfertigt sei. Hä? Welcher der mitlesenden Verteidiger hier hält das für glaubwürdig?

Aber das konnte doch nicht klappen: Polizei übernimmt Verteidigergebühren. Haha. ;-)

Nachts sind alle Katzen grau

Auch bei der angeblichen Tötung einer Taube durch einen Kater muss der Taubenhalter den
angeblichen Geschehensablauf vor Gericht beweisen.
Behauptet der Eigentümer einer Taube, ein Kater habe seine Taube getötet, so reicht die
Behauptung des Taubenhalters nicht aus, um den Katzenhalter für den Verlust des Tieres
haftbar zu machen.
Landgericht Siegen, Urteil vom 14.07.2005, Az. 5 O 31/0

In diesem Rechtsstreit ging es um eine Taube im Wert von 34.000,00 Euro. Irgendwie unfair, dass die getötete Taube in meinem aktuellen Tierrechtsfall nicht ganz so viel wert ist.
Man wird in der mündlichen Verhandlung um die Identifizierung einer schwarzen Katze streiten. Vielleicht bereite ich eine Wahllichtbildvorlage vor. ;-)

Anwaltswitz V

In einem Gericht einer kleinen Stadt in den Südstaaten der USA rief der Anwalt des Klägers die erste Zeugin in den Zeugenstand. Eine ältere, großmütterliche Frau. Er ging auf sie zu und fragte sie: "Mrs. Miller, kennen Sie mich?"

Sie antwortete: "Ja, ich kenne Sie, Mr. Williams. Ich kenne Sie seit Sie ein kleiner Junge waren und offen gesagt, Sie haben mich sehr enttäuscht. Sie lügen, Sie betrügen Ihre Frau, Sie manipulieren die Leute und reden schlecht über sie hinter deren Rücken. Sie glauben, Sie sind ein bedeutender Mann, dabei haben Sie gerade mal so viel Verstand, um ein paar Blatt Papier zu bewegen. Ja, ich kenne Sie."

Der Rechtsanwalt war sprachlos und wusste nicht, was er tun sollte, ging ein paar Schritte im Gerichtssaal hin und her und fragte die Zeugin dann: "Mrs. Miller, kennen Sie auch den Anwalt der Verteidigung?"

Sie antwortete: "Ja, ich kenne Mr. Smith seit er ein kleiner Junge war. Er ist faul, tut aber immer fromm, dabei hat er ein großes Alkoholproblem. Er kann mit niemandem einen normalen Umgang pflegen und seine Anwalts-Kanzlei ist die schlechteste in der ganzen Provinz. Nicht zu vergessen, er betrügt seine Frau mit drei anderen Frauen, unter anderem mit Ihrer Frau. Ja ich kenne ihn gut."

Daraufhin rief der Richter die beiden Anwälte zu sich an den Richtertisch und sagte leise zu ihnen: "Wenn einer von euch beiden Idioten die Frau jetzt fragt, ob sie mich auch kennt, schicke ich euch beide auf den elektrischen Stuhl"

Scharfsinnig

Gestern nehme ich in Untervollmacht einen Termin für einen Kollegen war. Der Vorsitzende kommt in den Saal, schaut sich um und sagt: "Sie sind nicht Herr Rechtsanwalt Piesepampel!!"

Ich stimme ihm zu und stelle mich vor. Der Vorsitzende nickt und sagt:"Tja, Scharfsinnigkeit ist eben in meinem Job wichtig."

Manche Aussprüche kommentiert man besser nicht. ;-)

Montag, 26. April 2010

Ghostwriter

Der Anrufer eben wollte, dass ich ein von ihm verfasstes Schreiben auf meinem Briefkopf und meiner Unterschrift versehen an ein Gericht versende.
Für mich sei das doch viel einfacher und billiger als SELBST ein Anspruchsschreiben zu verfassen. Ach ja, das ominöse Schreiben ist ürigens auch noch in einer Sprache verfasst, die ich nicht beherrsche.

Es war ziemlich mühsam, dem Herren zu erklären, dass ich ungern Verantwortung für etwas übernehme, was ich nicht einmal lesen kann. Sein "But the letter is in nice language." überzeugte mich auch nicht.

Bevor jetzt jemand fragt: es handelt sich nicht um ein Schreiben in englischer Sprache. ;-)

Rechtsanwälte küsst man nicht

Zufriedene Mandanten zeigen ihre Freude über den Ausgang eines Verfahrens höchst unterschiedlich. Das klassische Dankeschön für den Strafrechtler ist Alkohol in allen Formen: Sekt, Wein und harter Stoff. In ganz seltenen Fällen auch irgendein selbst hergestelltes Gebräu mit zweifelhafter Farbe namens "Zauberwasser". Ich habe damit Kalkflecken entfernt.

Ich bekomme manchmal auch Pralinen, mit denen ich dann das Kanzleiteam mäste und gelegentlich mal Blumen.

Unvergessen aber der telefonische Dank eines Mandanten kürzlich. Auf meine Mitteilung, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt worden sei, folgte erst eine kurze Pause. Dann ein sehr erleichtertes Ausatmen und ein:"Ich könnt´ Sie küssen, Frau Braun!"

Ich habe ihm dann an´s Herz gelegt, die Ehefrau zu küssen und mit ihr zu feiern.

Die drei K

Grundsätzlich leben Anwälte davon, dass sie Mandate annehmen. Manchmal bietet es sich aber an, eine Mandatsanfrage abzulehnen - weil "die Chemie nicht stimmt". Nachdenklich macht es mich z.B. immer, wenn jemand etwas von acht anderen Rechtsanwälten erzählt, die die Sache vergeigt haben und die nun verklagt werden.

Von meinem alten Ausbilder habe ich gelernt, dass es drei Möglichkeiten gibt, eine Mandatsanfrage negativ zu bescheiden.

1. Kohle

"Ja, ich nehme mich gerne Ihrer Sache an. Da es eine sehr schwierige Angelegenheit ist, möchte ich einen Vorschuss von 1000,00 Euro. Bringen Sie den bitte mit zum Termin."


2. Kapazität

"Tja...ich würde mich Ihrem Anliegen gerne annehmen..aber..ich habe da diese 78. Umfangsverfahren und kann Ihnen einen Termin erst am 09.07.2018 anbieten. Geht das bei Ihnen?"


3. Kompetenz

"Ui...das klingt nach einer Sache für einen echten Profi. Rechtsanwalt XY (Name eines verhassten Kollegen einsetzen), der hat schon haufenweise Sachen in dieser Art erfolgreich bearbeitet."

Sonntag, 25. April 2010

Kaum begonnen, schon vorbei


"Ein persönliches Beratungsgespräch ist nicht möglich, eine Telefonberatung ist ebenfalls nicht möglich. Ich verlange eine formelle schriftliche Beratung.
Alles Schriftliche, was in meinem Namen von dem mich vertretenden Anwalt an eine Drittperson geschickt wird/zu schicken ist, muss gleichzeitig in Kopie an mich geschickt werden. Ich bestehe auf absolute Transparenz!!
Haben Sie Interesse, mich zu meinen Bedingungen schriftlich und formell zu beraten?"



Nö!
Es gibt Anfragen, da wittere ich den Ärger schon von weitem. Insbesondere, wenn es sich bei der Anfrage um einen mehrseitigen Serienbrief handelt, der offenbar an eine Vielzahl von Kollegen und Kolleginnen versandt wurde. Der Satz, der mit: "Ich verlange.." beginnt, wurde hier auch schon von einem Kollegen als ungeeigneter Einstieg in ein Mandatsverhältnis bewertet.

Ein Rechtsanwalt sollte das Gespräch mit dem potentiellen Mandanten übrigens auch nicht mit:"Ich verlange von Ihnen 1000,00 Euro Vorschuss, pünktliches Erscheinen zu Besprechungsterminen und Absagen derselben mindestens 24 Stunden vorher und ein kleines Geschenk bei jedem Kanzleibesuch" beginnen.

Aufgeschnappt

Ein freier Nachmittag ohne jegliche Rechtsthemen war mir gestern nicht vergönnt. Am Nebentisch im Café lernen zwei junge Damen Jura und diskutieren über Mobbing am Arbeitsplatz und über das AGG.

Augeschnappt habe ich den Satz: "Belästigung ist eigentlich so alles. Und sexuelle Belästigung hat immer einen sexuellen Hintergrund."

Hoffentlich gehen bis zur mündlichen Prüfung noch ein paar Wochen in´s Land. ;-)

Wahrsagerei

Der Mandant möchte beim ersten Besprechungstermin bitte exakt wissen, was ihn für eine Strafe erwartet. Ich müsse das doch wissen, ich sei doch Anwältin. Für ihn ist völlig unerheblich, dass ich bisher nicht einmal Akteneinsicht hatte.

Für solche Fälle haben manche Kollegen eine Kristallkugel. Ich werde mir nun auch eine anschaffen und dem Mandanten die Frage nach dem Verlauf und Ausgang des Verfahrens wie folgt beantworten:

"Oh, ich sehe Gefahr und Leid..Gitterstäbe..massive Gitterstäbe und Dunkelheit. Aber..halt..ich sehe auch eine Frau mit hellen Haaren und hellen Augen, sie kann Ihnen helfen. Aber..Moment..vorher sehe ich Geldscheine..sie werden der Frau mit den hellen Haaren übergeben."

Das wird super. Heute ist sicher auch irgendwo Flohmarkt, vielleicht finde ich einen ausgestopften Raben als Kanzlei-Dekoration.

Freitag, 23. April 2010

Anwaltswitz IV

Anwalt zum Verurteilten: "Alles halb so schlimm. Jetzt sitzen Sie erst mal ganz in Ruhe Ihr Lebenslänglich ab und dann sehen wir weiter."

Gericht ist Gericht

Ein Freund ruft mich an und teilt aufgeregt mit, dass er "vom Landgericht angeklagt" sei.
Ich denke:"Och, ist ja ein Fall notwendiger Verteidigung..dann mache ich das."

Nein, natürlich denke ich:"Oh je, Anklage..Landgericht. Wie kann das denn sein? Was soll er nur getan haben? Lebt die Freundin noch?"

Tatsächlich ist der Herr verklagt worden. Aber Zivilrecht und Strafrecht, das kann man leicht verwechseln und nur Rechtsanwälte sind da manchmal pingelig. Gericht ist schließlich Gericht.

Merksatz: Strafrecht ist, wo "angeklagt" draufsteht. ;-)

Ich hab´s


Liebe Justizbehörde in Marburg an der Lahn! Ich wollte nur schnell sagen, dass ich Deinen Brief schon heute (einen Tag nach Aufgabe zur Post) bekommen habe. Wie lange soll ich denn nun den Umschlag aufbewahren? Für immer?

Insignien für Pferderechtler ;-)


Was auf keinem Schreibtisch fehlen darf - zumindest wenn man ab und an eine Pferderechtsmandat hat. ;-)

Was bin ich?

Der Kollege Fischer hat hier vor einigen Tagen über verschiedene Strafverteidigertypen geschrieben. Ein Typologie, die ich auch für irgendwann mal geplant hatte. Ergänzend möchte ich zunächst nur anmerken, dass der Typ "Mafiosi" gerne mal mit dem Mandanten in´s Bordell geht und Quittungen über Zahlungen in bar mit schwarzem Stift auf schwarzem Papier ausstellt. ;-)

Lustig ist es, wenn die verschiedenen Typen sich begegnen, z.B. auf dem Strafverteidigertag oder bei Fortbildungen. Kürzlich traf ich auf einer Fortbildung des RAV eine alte Studienkollegin. Die Dame sagte dann völlig erstaunt: "Du bist hier? Das hätte ich ja nie gedacht." Binnen Sekunden hatte sich also der Eindruck gewandelt.

Donnerstag, 22. April 2010

Lahme Ausreden

Sich als Schuldner einer Forderung mit der Begründung:"Mir wird immer die Post aus dem Briefkasten geklaut, gerade die Rechnungen und Mahnungen." rausreden zu wollen, ist wirklich selten dämlich.

Komisch auch, dass der gemeine Dieb die gelben Umschläge nicht aus dem Briefkasten entwendet. Muss an der Signalfarbe liegen.

Ob das Argument mit der geklauten Post in einem Handbuch für konsequente Nichtzahler steht? Direkt unter der Ausrede "Ich war im Urlaub" vielleicht?

Verständigung

Bei auswärtigen Gerichten/Staatsanwaltschaften etc. anzurufen ist bisweilen wegen der vielen lustigen Dialekte sehr erfreulich.
Auf ein "Grüß Gott" erwidere ich gerne mit einem "Moin" und verabschiede mich dann mit "Tchüss".

Schräg mein kürzliches Telefonat mit einer Behörde in Österreich. Man teilte mir mit, dass der von mir gewünschte Gesprächspartner gerade "a Partei" habe, da heute "Leuttag" sei. Das klingt doch viel hübscher als: "Er ist gerade in einer Besprechung."

Präsente


Geschenk eines zufriedenen Mandanten. Nicht ohne Humor. Und mal eine Abwechslung zu den sonst üblichen Alkoholika oder Pralinen. ;-)

Mittwoch, 21. April 2010

Namenstag

Heute ist mein Namenstag. Aus diesem Grund hat mir ein Email-Anbieter ein tolles Geschenk angeboten und mir auch gleich die Bedeutung meines Vornamens erläutert: Alexandra bedeute "die Verteidigerin". Entzückend.

Eine weitere Bedeutung des Namens ist "die fremde Männer Abwehrende". Da es sich bei Staatsanwälten und Richtern verhältnismäßig oft um Männer handelt, geht auch das in Ordnung.

Urbane Legenden

Es gibt Geschichten, die tauchen bei jeder Fortbildung und in jedem Fachanwaltslehrgang auf. In diesen Erzählungen geht es immer um Mandanten, die gerne etwas bei ihrem Anwalt "unterstellen" möchten.

Legendär ist der Sack Kokain, der mit der Bitte um Aufbewahrung in der Kanzlei abgegeben wird und natürlich die Waffe, die der Mandant dringend loswerden möchte. Mittlerweile habe ich diese beiden Versionen von so vielen Kollegen gehört, dass nahezu jeder Kollege einen Sack Koks im Keller stehen haben MUSS.

Das BKA sucht gerade nach einem Reisebus, einem Mobilkran und einem Autodrehkran. Ob diese Gegenstände auch im Keller eines Kollegen lagern?

P.S. Ich habe gar keinen Keller.

Dienstag, 20. April 2010

Falscher Hase

Telefonische Mandatsanfrage.

Anrufer: "Mein Kaninchen ist tot, ich will Gerechtigkeit."
Ich: "Bitte? Was ist passiert?"
Anrufer. "Der Tierarzt hat einen Fehler gemacht und nun ist er tot. Ich hätte gerne einen Termin, ich will den Tierarzt nicht bezahlen und verklagen."
Ich: "Ja, Termin können Sie bekommen. Bringen Sie bitte einen Vorschuss und die Unterlagen mit, die Sie zu der Sache haben."
Anrufer: "Unterlagen habe ich nicht. Aber ich habe den Hasen hier. Er liegt auf Eis..."
Ich: "Ok. Den Hasen nicht mitbringen, nicht die Kühlkette unterbrechen. Hören Sie: nicht den Hasen mitbringen"

Anrufer vereinbart Termin, erscheint dann aber nicht. Wahrscheinlich hat er aus rein wirtschaftlichen Erwägungen einen neuen Mümmelmann erworben. So herzlos können Menschen sein. Dabei hatte der Anrufer doch zielsicher eine Anwältin ausgewählt, die Vegetarierin ist.

Für zukünftige ähnliche Mandate werden Rezeptvorschläge gerne angenommen.

Noch mehr Spannung

Hier hatte ich darüber geschrieben, wie spannend eine Urlaubsvertretung sein kann. Ich hätte das nicht tun sollen. Der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen in Island muss sich gedacht haben, dass ich gerne länger aufregende Dinge erleben möchte.

Der Kollege sitzt im Ausland fest - Rückkehr nicht absehbar. Ich stelle mich schon langsam darauf ein, demnächst eine Zweigstelle zu betreiben und schwerpunktmäßig Verwaltungsrecht zu bearbeiten.

Rollenspiele

"Wer sich selbst vertritt, hat einen Narren zum Mandanten.", so heißt es. Vorsicht ist aber auch geboten bei der Vertretung naher Verwandter. Mutti, Papi, Omi, Opi, Bruder, Schwester und der Rest der buckeligen Verwandtschaft wollen oft nicht ohne Gegenwehr akzeptieren, dass sich die -vielleicht- eingeübten Rollen im Mandatsverhältnis möglicherweise umkehren.

Gedanklich sehe ich mich schon im Gerichtssaal (im Ziviljustizgebäude nur, zum Glück) und einen nicht näher bezeichneten Verwandten zum Richter sagen: "Gelle, des dürfe Se der Alexandra jetzt ned übel nehme. Die war schon als Kind manchmal e bissche zickig un vorlaut."

Vorher lege ich aber das Mandat nieder. ;-)

Montag, 19. April 2010

Lebensweisheiten II

Eine weitere Lebensweisheit, diesmal zum Thema "Honorar" verkündet der Kollege Nebgen:

Porsche fahren, aber VW bezahlen: Das geht nicht.

Verteidiger auf die Bank

In einer Strafsache mit drei Angeklagten sagt der Richter nach Feststellung der Personalien:"Die Angeklagten Dieb1, Dieb2 und Braun nehmen bitte auf der Anklagebank Platz."

Die Frage, ob denn nach Ansicht des Vorsitzenden alle Verteidiger grundsätzlich auf die Anklagebank gehören, kann ich mir nicht verkneifen. Der Vorsitzende wird zartrosa und entschuldigt sich. Komischerweise lief die Diskussion wegen der Sitzordnung dann wesentlich entspannter als sonst.

Ob der Versprecher des Vorsitzenden letztlich zu der Verfahreneinstellung geführt hat, weiß ich allerdings nicht. ;-)

Jünger aussehend

Dialog vor dem Gerichtssaal.

Richter (jovial): "Naaaaa, sind Sie denn auch gut vorbereitet?"
Ich: "Da können Sie von ausgehen."
Richter: "Sie sind doch sicher schon aufgeregt?"
Ich: "Och, bei Verfahren vor dem Amtsgericht hält sich die Ausschüttung von Adrenalin in Grenzen."
Richter: "Hä? Aber..Sie SIND doch die Referendarin, die Sitzungsdienst macht, oder?"
Ich: "Nein. Ich bin die Verteidigerin."
Richter: "Oh. Entschuldigung."

Hm, ich habe weder ein Shirt mit Aufdruck (Hello Kitty, Bambi oder so) getragen, mein Kostüm war grau und seriös und ich hatte meine eigene Robe in einer großen Aktentasche mit Rollen und diversen Schrammen und Abnutzungserscheinungen. Ich sehe wohl nicht aus wie Mitte 30, ist ja auch ganz schön. Liegt an den guten Genen und so. Testweise setze ich aber beim nächsten Termin mal meine Hornbrille auf, vielleicht wirke ich dann älter.

Wenn Sie dies lesen können...

Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachlehrganges,
alle Klausuren sind nun korrigiert und liegen in der Geschäftsstelle vor.
Wenn Sie diese Email erhalten gehören Sie zu den glücklichen Klausuren-Schreibern.
Herzlichen Glückwunsch!


Ich freue mich. Gleichzeitig frage ich mich aber, wie denn die unglücklichen Klausuren-Schreiber vom Ausgang erfahren haben. "Wenn Sie diese Mail nicht erhalten und nicht lesen können, dann müssen Sie nochmal ran."?

Samstag, 17. April 2010

Gütetest

Der Kollege Nebgen berichtete mir jüngst von einem neuen Trend, dem Testmandat. Eine Mandantin hatte ihm erklärt, dass man Anwälte erst einmal mit einem kleinen Mandat "testen" müsse. Wenn die Sache dann erwartungsgemäß bearbeitet werde, dann könne man dem Anwalt auch "große" Mandate geben. Dies machten in ihrem Bekanntenkreis alle so

Im Klartext heißt das wohl so etwas wie:"Erst kriegt der Anwalt die Sache gegen die Telekom mit einem Streitwert von 34,12 Euro und wenn das gut läuft, dann die Geschichte mit der GEZ und dem Streitwert von 367,89 Euro."

Mir ist bewusst, dass es für Mandanten schwierig ist, die Qualität eines Anwaltes zu beurteilen. Dieses Problem werden Bewertungsportale und Rankings wohl nicht lösen können. Testmandate, an denen der Mandant vorher schon in Eigenregie rumgewurschtelt hat, sind sicher auch kein probates Mittel für den Gütetest.

Und wie soll das in Strafsachen aussehen? Mandant wartet mit dem Schwiegermuttermord und testet den Verteidiger erst einmal mit einer kleinen Strafsache (Beleidigung, Beförderungserschleichung etc.)?

Freitag, 16. April 2010

Lebensweisheiten

Neben dem Satz "Die Staatsanwaltschaft ist die neutralste Behörde der Welt" gab es im Referendariat noch manch andere Lebensweisheit, die man uns vermitteln wollte.
In Erinnerung geblieben ist mir besonders der Ratschlag. "Suchen Sie sich eine kriminelle Großfamilie, da können Sie von leben."

Legendär auch ein Exkurs zum Thema Zeugen im Strafprozess:"Polizisten und Prostituierte lügen immer."

Gut, wenn man in der Ausbildung so viel für die Praxis lernt. ;-)

Anwaltswitz III

Zwei Anwälte verlassen ihre gemeinsame Kanzlei zum Mitagessen. Während der Mahlzeit schlägt sich einer der Anwälte vor den Kopf.
"Mist" sagt er "ich habe vergessen, den Tresor abzuschließen als wir die Kanzlei verließen" .
Darauf antwortet der andere Anwalt": "Wozu die Panik? Wir sind doch beide hier?"

Money, Cash und co.

Das liebe Geld ist immer wieder ein Thema bei Rechtsanwälten und sorgt z.B. hier für lange Diskussionen. Für viel oder wenig Geld bekommt der Mandant dann einen guten oder weniger guten Anwalt, manchmal -so der Kollege Siebers- auch Brei.

Die Honorare von Rechtsanwälten sorgen auf jeden Fall gerne einmal für Unmut und manch ein Mensch hält Anwälte per se für geldgeile Halsabschneider.

Gestern war ich auf einer Lesung des Kollegen Ferdinand von Schirach. Der sagte, als er nach Pflichtverteidigungen gefragt wurde, dass er keine -oder fast keine-Pflichtverteidigungen mache. Das bringe viel zu wenig Geld ein. Im Publikum sorgte die Äußerung für Schmunzeln und Gelächter. Ob die Besucher der Lesung sich an ihr Lachen erinnern, wenn sie mal im echten Leben mit einer Honorarvereinbarung konfrontiert werden?

Neutral oder nicht

Im Referendariat hat man uns beigebracht, dass die Staatsanwaltschaft die neutralste Behörde der Welt sei. Immer müsse sie auch entlastende Umstände ermitteln. In der Theorie klingt das mit der Neutralität sehr schön, es geht aber an der Praxis oft vorbei.

Vor mir liegt gerade eine Akte, da spricht aus den Vermerken des Staatsanwalts die blinde Verfolgungswut. Mein Antrag, das Hauptverfahren nicht zu eröffnen, muss den Herren nahezu persönlich beleidigt haben. Er weiß auch schon vor der Hauptverhandlung, was die Zeugen "gegen ihren Willen" bekunden werden. Sensationell, diese hellseherischen Fähigkeiten.

Dumm nur, dass die Richterin gar keine Zeugen geladen hat und aus ihren Vermerken hervor geht, dass sie meine Bedenken hinsichtlich Beweisverwertungsverbot, Zeugnisverweigerungsrechten etc. teilt. Die Sache läuft auf einen Freispruch hinaus, da mag der Staatsanwaltschaft auch noch so unneutral sein.

Donnerstag, 15. April 2010

Ossis und Wessis

Das Arbeitsgericht Stuttgart hat nun also entschieden, dass "Ossis" kein eigener Volksstamm seien. Geklagt hatte eine Arbeitnehmerin, die vermutlich aufgrund ihrer Herkunft aus den neuen Bundesländern nicht eingestellt worden war. Auf den Bewerbungsunterlagen, die sie zurück erhalten hatte, war ein Minuszeichen und das Wort "Ossi" vermerkt. Die Klage der Dame wurde abgewiesen.


Der Vorsitzende Richter sagte zur Begründung: "Unter ethnischer Herkunft ist mehr zu verstehen als nur regionale Herkunft." Zwar könne der Begriff "Ossi" diskriminierend gemeint sein und auch so verstanden werden, jedoch erfülle er nicht das Merkmal der ethnischen Herkunft. Ostdeutsche könnten sich also in solchen Fällen nicht auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz berufen.
Quelle: www.sueddeutsche.de

Ok, ich werde daran denken, wenn ich mich mal wieder als Hessin in Hamburg diskriminiert fühle. ;-)

Verbrechen

Ha, da will ich EINMAL etwas Kulturelles unternehmen..und dann lässt man mich nicht. Am heutigen Abend liest der Kollege Ferdinand von Schirach in der Grundbuchhalle des Hamburger Ziviljustizgebäudes aus seinem Buch "Verbrechen". Karten gibt es leider keine mehr.

Ich überlege, mich -mit meinem Anwaltsausweis bewaffnet- im Gebäude zu verbergen und den Beginn der Lesung abzuwarten. Eigentlich muss ich heute sogar ins Ziviljustizgebäude..um..ähm..äh..um die Gerichtspost zu holen. Ich nehme einfach meine Robe mit und tue so, als sei ich immer am Abend im Gericht.

Wie gut, dass ich weiß, dass dieser Beitrag nicht den Straftatbestand der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten erfüllt. ;-)

Mittwoch, 14. April 2010

Subtile Hinweise

Mandant ruft an und bittet um einen Termin. Es wurde ihm die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen und er möchte nun in dem Verfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit am Steuer verteidigt werden.Ich erkläre ihm, dass mein Büro nur 20 Meter von der U-Bahn Haltestelle entfernt ist.
Mandant: "Nee, ich komme mit dem Auto, sind bei Ihnen denn Parkplätze?"
Ich: "Nicht direkt, aber Ihre Frau oder wer immer Sie fährt, findet sicher einen Parkplatz in der Seitenstrasse."
Mandant: "?????"
Mandant: "Ich fahr´doch selbst."

Den Plan konnte ich ihm -hoffentlich- endgültig ausreden.

Spannung pur

Üblicherweise erlebt derjenige, der eine Reise tut, etwas. Es kann aber auch sein, dass der Daheimgebliebene viel mehr erlebt. Manchmal ist das auch und insbesondere bei Anwälten so, wenn sie z.B. eine Urlaubsvertretung für einen Kollegen übernehmen.

In den letzten Tagen habe ich einige graue Haare bekommen, da der verreiste und von mir vertretene Kollege teilweise andere Rechtsgebiete beackert als ich. Wenn dann Anrufe kommen, die etwa so verlaufen: "Frau Braun, Sie vertreten doch den Kollegen Müller-Schulzenmeier, der hat da gerade dieses atomrechtliche Genehmigungsverfahren, wissen Sie sicher, und da muss noch von Ihnen binnen 24 Stunden auf den Schriftsatz erwidert werden. Wie hoch sind Sie eigentlich versichert, Frau Braun? Frau Braun..Hallo..sind Sie noch dran..Hallo?" dann kann einem schon mulmig werden.

Naja, Freitag kommt der Kollege wieder und die Sache mit dem Atomkraftwerk und dem Endlager, das kriegen wir schon wieder hin. ;-)

Keine Selbstverständlichkeit

Eben stolperte ich über eine Entscheidung des OLG Hamburg zu der Thematik "Staatsanwaltliche Vernehmung".

Wer hätte gedacht, dass eine Vernehmung durch einen Staatsanwalt voraus setzt, dass der Staatsanwalt die Befragung auch selbst führt - und nicht nur dumpf neben einem befragenden Polizisten sitzt.

Naja, in einem Hundekuchen sind ja auch keine Hunde drin.

Dienstag, 13. April 2010

Nicht geringe Menge II

Kürzlich habe hier hier über einen großen Kokainfund gebloggt. Im Vergleich zu diesem Fund sind die 310 Kilo, welche in NRW auftauchten, für Anfänger.

Bei der Festnahme hat sich, so NDR Online, ein Fahnder in den eigenen Oberschenkel geschossen. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert und zum Glück wurde nicht mal wieder versehentlich ein Verdächtiger erschossen.

Latein im Alltag

Es ist schön, dass ich immer mal wieder bei der Einsichtnahme in Akten ein neues Wort lerne oder meine alten Lateinkenntnisse auffrischen kann.
In der Akte vor mir findet sich eine Verfügung eines Amtsanwalts, welcher den Sachverständigen um eilige Erledigung der richterlichen Requisition bittet. Inquisition hätte ich erwartet...aber..

Bei Wikipedia findet sich das Wort übrigens in der Kategorie "Kriegsvölkerrecht". Das passt ja wieder zu der bevorstehenden Verhandlung.

Montag, 12. April 2010

Mittendrin

Heute morgen in der Bahn: junger Mann mit Ipod steigt ein, die Musik ist zu hören,irgendein HipHop Zeug. Älterer Herr spricht ihn an, dass er nun die Polizei rufen werde, da zu laute Musik Körperverletzung sei. Es entwickelt sich ein Wortgefecht und schließlich zieht der Mann, der sich gestört fühlt, die Notbremse.

Schaffner kommt schließlich in den Wagen, es entwickelt sich ein weiteres Wortgefecht. Mittlerweile werden auch wechselseitige Beleidigungen ausgestoßen, die übrigen Fahrgäste murren und knurren.

Ich bin dann ausgestiegen und den Rest der Strecke gelaufen. Aber: so nah dran an Dingen, die evt. unsinnigerweise vor Gericht landen, bin ich sonst ja eher selten. Schon irgendwie spannend. ;-)

Samstag, 10. April 2010

Absurde Vorwürfe

Dem Mandaten wird Raub vorgeworfen. Treuherzig sitzt er vor mir und sagt: "Raub, so ein Blödsinn. Weder wollte ich Geld, noch hatte ich eine Waffe. Ich bin doch kein Räuber, Frau Braun."

Nach eingehender Erläuterung des Tatbestandes stellt sich heraus, dass an dem Vorwurf vielleicht doch ein kleines bisschen dran sein könnte. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Staatsanwaltschaft munter Raub angeklagt hat und am Ende von den Vorwürfen nicht allzuviel übrig bleiben wird.

Der Mandant wird auch nie mehr vergessen, dass man für einen Raub nicht zwingend eine Skimütze und eine Knarre braucht.

Freitag, 9. April 2010

Geiz ist geil

Gerne wird z.B hier (im Blog der Kollegin Rueber) über die geldgierigen und nicht empathischen Anwälte geschimpft. Das sind Vorwürfe, die ich nur bedingt nachvollziehen kann. Mir sind viele Kollegen bekannt, die keine überzogenen Gebühren verlangen und auch Dinge gar umsonst tun, wie z.B ehrenamtlich arbeiten. Abgesehen davon muss auch ein Anwalt Dinge wie Miete, Telefon und Strom bezahlen - von Personal mal ganz zu schweigen und will für seine Tätigkeit auch angemessen entlohnt werden.

Ich selbst bin ehrenamtlich bei der Öffentlichen Rechtsauskunft und bei dem Jugendrechtshaus Hamburg tätig. Eben rief ein Herr in der Kanzlei an, der irgendwie meinen Namen im Zusammenhang mit Ehrenamt und "kostenlos" gelesen hat und nun kostenlos beraten werden wollte.

Es hat mich eine Riesenmühe gekostet zu erklären, dass ich kostenlos nur eben im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit berate und ihn nicht in meinen Kanzleiräumen oder telefonisch während der normalen Arbeitszeit beraten werde. Der Herr war dann ziemlich mürrisch und unverständig.

Solche Anrufe kommen öfter mal vor, es standen auch schon Leute hier vor der Tür und verwechselten Ehrenamt mit normaler Tätigkeit. Manche dachten auch, dass ich grundsätzlich umsonst arbeiten würde und..keine Ahnung..von irgendeiner höheren Macht entlohnt werde. Mich wundert das. Ich gehe ja auch nicht davon aus, im Supermarkt umsonst einkaufen zu können.

Ich kann aber nicht länger drüber nachdenken, denn ich muss zum Polo und dann Geld zählen. ;-)

Anwaltswitz der Woche II

Verteidiger zu dem Mandanten kurz vor der Urteilsverkündung: "Wie fühlen Sie sich?"
Mandant: "Wie eine Braut vor der Hochzeitsnacht. Ich weiß genau was kommt. Ich weiß nur noch nicht, wie lang es ist."

Donnerstag, 8. April 2010

Don´t call me Danni

Sat1 produziert eine neue Serie: Danni Lowinski. Hauptperson ist eine ehemalige Friseurin, die nun als Anwältin tätig ist. Danni hat sich einfach einen Tisch in einer Einkaufspassage aufgestellt und berät nun Mandanten für einen Euro/Minute. Zur ihr kommen Mandanten, die sich sonst keinen Anwalt leisten könnten. ADie Serie ist wohl ein Art Wiedergeburt von "Liebling Kreuzberg", nur mit einer Frau als Anwältin und eben doch etwas anders.

Bei der Anwaltsschwemme ich diese Serie ja viel realistischer als Ally McBeal und so. Welcher Anwalt kann sich heute solche Klamotten leisten und jeden Abend in die Bar! ;-)

Leider werde ich diese Serie nicht genießen können - kein Fernseher. Übrigens nicht aus Geldgründen, sondern aus -angeblicher- Verschrobenheit.

Ich freue mich schon darauf, wenn der erste Mandant sagt:"Aber die Anwältin im Fernsehen, die nimmt nur 60,00 Euro die Stunde." Danke Sat1.

Wohnungen statt Knast?

In Hamburg denkt man darüber nach, die JVA "Santa Fu" abzureißen und auf dem Gelände Wohnungen zu bauen. Gute Idee, da Wohnraum in Hamburg fehlt und die Zellen zu einem großen Teil leerstehen.

Aber was wird dann aus dem Fussballverein "Eintracht Fuhlsbüttel", der nicht aufstiegsberechtigt ist (nur Heimspiele, capice?). Werden die dann umbenannt?

Und braucht man nicht jedes einzelne der Hamburger Gefängnisse? Wie steht es doch an der Mauer der Untersuchungshaftanstalt "No prison, no state". Wir warten mal ab.

Mittwoch, 7. April 2010

Millionenmandate locken

Im letzten Jahr hatte ich Kontakt zu einer mäßig bekannten Zeitschrift, die ein Sonderheft zum Thema "Tier" heraus bringen wollten und anfragten, ob ich die Rubrik Tierrecht bearbeiten könne und wolle.

Das Ganze verlief im Sande, ist aber nun wieder auferstanden. Es geht um eine Rubrik in einer Frauenzeitschrift zu dem Thema "Rechtsfragen rund um´s Tier". Ich bin nun innerlich zerrissen. Einerseits vielleicht ja ein Werbeeffekt und ein interessanter Kontakt zu einem Verlag, der auch andere Erzeugnisse heraus bringt. Andererseits drohen Anrufer, wie diese Dame.

Vielleicht kann ich die Redakteurin ja zu einer kleinen Änderung des Arbeitstitels überreden. So was wie "Straftaten mit Tieren" oder so.

Schwatzhaft II

Da ruft ein -mir unbekannter- Kollege an und teilt fröhlich mit, dass ich doch Frau SteckindenBeutel in dieser einen Sache verteidige. Er verteidige Frau Ichhabnixgemacht und wolle mal mit mir über meine Verteidigungsstrategie reden. Insbesondere wäre es toll, wenn meine Mandantin seiner Mandantin schriftlich bestätigen könne, dass diese keine Beihilfe geleistet habe. Seine Mandantin sei ja nun gänzlich unschuldig und meine Mandantin der Drecksbär. Er mache sonst keine Strafsachen, aber hier sei es ein einfach gelagter Fall und er habe ihn übernommen, da er die Frau Ichhabnixgemacht schon lange als Mandantin habe.

Ich sage dem Kollegen, dass es doch so etwas wie Schweigepflicht gebe und dass ich diese auch ernst nehmen. Der ältere Kollege meint jovial: "Ach, stellen Sie sich doch nicht so an, ich habe Ihre Nummer doch aus der Ermittlungsakte. Wir können doch mal so unverbindlich über die Sache reden."

Mit dieser Nummer hatte der Kollege bei mir keinen Erfolg und wird wohl auch bei den anderen Verteidigern nichts erfahren.

Dienstag, 6. April 2010

Schwatzhaft

Gerade habe ich -privat- mit einem Arzt telefoniert. Ich war doch recht erstaunt, was der Herr mit über einen auf der Intensivstation liegenden Verwandten so alles erzählt hat. Ich hatte mit einem "Da kann ich Ihnen keine Auskunft geben" gerechhnet. Aber: Prognose, Umstände der Einlieferung etc. wurden mir fröhlich mitgeteilt. Nur die "neurologische Grunderkrankung" wollte man mir nicht nennen, das fiele doch unter die ärztliche Schweigepflicht.

"Ach", dachte ich. Guck an. Vielleicht lasse ich dem Herren bei Gelegenheit mal eine Visitenkarte zukommen. Nur für den Fall..

Straftaten auf dem Platz

Bei dem Kollegen Siebers werfen die Fans Dinge auf das Spielfeld, beim HSV wirft ein Spieler eine Wasserflasche nach einem Zuschauer - und trifft.

Es wird in allen möglichen Foren gerade heiß diskutiert, ob der Fan -ein Herr Z.- wohl Strafanzeige gegen den Fussballer erstatten wird. Ich gehe mal davon aus, dass dies unterbleibt. Schließlich stünden dann die offenbar ausgesprochenen Beleidigungen auf dem Prüfstand.

Interessant wäre dann die Frage, ob der Fussballer in Notwehr gehandelt haben könnte.

Der Freund und Helfer

Vor einigen Tagen war eine Mandantin bei mir, die eine Anklageschrift bei sich hatte und ob dieser völlig erschüttert war. Sie hatte selbst Angaben bei der Polizei gemacht und der Beamte sei ihr durchaus freundlich erschienen, habe gescherzt und habe dann auch noch gesagt, dass sich die Angelegenheit bestimmt erledigt habe.

Ein paar Monate gingen ins Land, man hatte die Sache schon vergessen und plötzlich flattert eine Anklageschrift in´s Haus. Böse Überraschung.

Ich musste der Mandantin dann erklären, dass der nette Herr Polizist nicht darüber zu entscheiden hat, ob eine Anklage erfolgt oder das Verfahren eingestellt wird. Und dass es schlau gewesen wäre, vor der Entscheidung, ob Angaben zur Sache gemacht werden oder nicht, einen Anwalt aufzusuchen.

Hoffentlich merkt sich die Mandantin für´s nächste Mal, dass man als Beschuldigter besser keine Angaben bei der Polizei macht. Und hoffentlich verbreitet sie diese Erkenntnis auch im Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis.

Montag, 5. April 2010

Keiner kommt

Hierbei handelt es sich um einen Gastbeitrag des Kollegen Nebgen aus Hamburg.

In einem früheren Posting in diesem Blog hat sich die Kollegin über das Angebot der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer lustig gemacht, etwaigen Besuchern der Kammerversammlung ein Anwaltsverzeichnis zur Belohnung in Aussicht zu stellen. Das ist gemein. Die Häme meine ich, nicht das Anwaltsverzeichnis.

So ein Anwaltsverzeichnis ist ein nützlich Ding, man findet dort Namen und Anschrift aller Kollegen, die bei Drucklegung in Hamburg zugelassen waren. Bei derzeit zwischen 40 und 60 Neuzulassungen im Monat muss man also davon ausgehen, dass das Verzeichnis bereits bei seiner Auslieferung veraltet ist. Und damit soll man Rechtsanwälte anlocken können?

Aufgrund des nach wie vor rasanten Anstiegs der Rechtsanwaltszahl gibt es in Hamburg derzeit etwa 9.100 Rechtsanwälte. Das ist einer für circa 265 Einwohner. Von diesen etwa 9.100 Rechtsanwälten, die von der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg (so heißt die mit vollem Namen) verwaltet werden, verirren sich in der Regel um die 100 in die jährliche Hauptversammlung, in der es immerhin um die anwaltliche Selbstverwaltung geht, also um das ureigene Interesse eines jeden Rechtsanwalts. Ohne die Selbstverwaltung müsste sich jeder Rechtsanwalt vom Staat kontrollieren lassen, was erklärtermaßen keiner will.

Aber deshalb einmal im Jahr für drei Stunden auf so eine Veranstaltung gehen? Das ist wirklich zu viel verlangt von einem vielbeschäftigen Rechtsanwalt. Vielleicht sollte man denen ein Anwaltsverzeichnis zukommen lassen, die NICHT auf der Kammerversammlung erscheinen.

Zur Strafe.

Samstag, 3. April 2010

Anwaltlicher Notdienst

Was man als "Notfall" bezeichnet, das ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Kürzlich rief auf meinem Handy eine Dame an, die die Nummer im Internet auf meiner Seite als für "Notfälle" gefunden hatte. Ich denke dabei an Festnahmen, Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und ähnliche, sehr unangenehme Vorfälle.

Die Dame wollte am Samstag gegen 21 Uhr (ich war auf einem Geburtstag) aber wissen, ob sie das der Schwägerin geschenkte Kätzchen wieder bekommen könne. Die kümmere sich nämlich nicht so recht um das Tier und lasse es nun sogar für ein Wochenende allein. Die Polizei habe ihr nicht so recht helfen wollen und daher habe sie einen Anwalt angerufen.

Ich habe der Dame einen Termin am Montag angeboten und die Worte "Vorschuss" und "Rechnung" erwähnt. Der Termin wurde nicht wahrgenommen. Erstaunlich.

Es war nur die Wurst

Die Hamburger Morgenpost hat mich heute um eine neue Verteidigungsstrategie bereichert. Berichtet wurde über einen Herren, dem Beleidigung durch Zeigen des so genannten "Stinkefingers" vorgeworfen wurde.

In Wirklichkeit war alles ganz anders und der Herr hatte nur eine Bratwurst im Brötchen bei sich. Die Ähnlichkeit zwischen einem gestreckten Mittelfinger und dem aus dem Brötchen ragenden Grillgut ist wirklich verblüffend. Ich werde alle Mandanten, die zu aufbrausendem Verhalten neigen, raten, immer eine Bratwurst im Brötchen dabeizu haben. Vielleicht wäre wegen der Farbähnlichkeit mit der menschlichen Haut ein Frankfurter Würstchen noch besser?

Freitag, 2. April 2010

Praxisarbeit

Es gibt viele Dinge, die ich in der Ausbildung nicht gelernt habe. Eigentlich ist man als Junganwalt direkt nach dem Referendariat nicht lebensfähig.

Das erste Mal eine Kostennote schreiben hat ca. drei Stunden gedauert und ich habe diverse Gebühren vergessen. Zu Beginn meiner Tätigkeit hat mir sogar mal eine mitfühlenden Kollegin, für die ich als Terminsvertreterin tätig war, die nicht berechneten Gebühren überwiesen und einen netten Brief geschrieben. Da sag nochmal einer, Anwälte seien fiese Biester und gönnten einander nichts.

Rechnungen schreiben kann ich mittlerweile und ich finde nun auch alle Hamburger Gericht ziemlich zuverlässig. Nach einigen Jahren nickt mir nun sogar der Pförtner bei der Staatsanwaltschaft freundlich zu und besteht nicht auf genauer Kontrolle des Anwaltsausweises.

Aber: ich kann einfach Blätter der Akte nicht so falten, dass oben eine Ecke raus steht und ich die Seite gleich finde. Ich prodiziere nur leicht verknülltes Papier. Dafür gibt es natürlich wieder keine Fortbildungen. Typisch.

Donnerstag, 1. April 2010

Verlockende Präsente

Die Versammlungen der Rechtsanwaltskammer sind selten gut besucht. Zwar ist man als Rechtsanwalt zwangsweise Mitglied in der Kammer, zu Wahlen etc. muss man aber nicht hingegehen. Als Rechtsanwalt hat man ja auch viel Arbeit, man muss dann noch auf den Golfplatz, zum Polo und/oder in die Kneipe zur Mandantenakquise.

Einen genialen Plan hatte da die Hamburgische Rechtsanwaltskammer . Um möglichst viele Kammermitglieder zur kommenden Vorstandswahl zu locken bekommt jeder Anwesende...ein kostenloses Rechtsanwaltsverzeichnis! Boah.

Ich gehe freiwillig zur Versammlung. Trotzdem hätte ich gerne statt des geplanten Geschenks eine Tüte Weingummi, ein Gläschen Talisker und ein paar Chips. Geht das?

Tierische Mitarbeiter



Eine Anwaltskanzlei braucht immer auch gute Angestellte und freie Mitarbeiter. Diese possierliche Geselle z.B. sorgt für gute Laune, Ablenkung und Freude. Als Mindestlohn bekommt er zwei Walnüsse am Tag.

Nach Ostern versuche ich mal ein neues Betätigungsfeld für ihn, z.B. bei Gericht. "Sprechen Sie frei oder ich töte dieses Eichhörnchen."

Und nun muss ich ihm seinen Lohn auszahlen.