Mittwoch, 24. November 2010

Home, sweet Homeoffice

Während an anderen Orten Anwälte bis um Mitternacht an ihrem Schreibtisch sitzen und dann das Sparetimejackett über der Stuhllehne hängen lassen, bin ich seit zehn Tagen im "Homeoffice". Nach einem kleinen Unfall kann ich nicht so recht laufen und insbesondere nicht meine Wohnung im vierten Stock verlassen. Es klappt ganz gut, Internet und Sekretariat sei Dank.

Eine Bekannte fragte mich kürzlich, ob man denn wirklich ein Büro brauche und die Antwort ist ein klares JA.

Auch wenn es nett sein kann, sich im Schlafanzug an einen Schriftsatz zu setzen - Besprechungen in der eigenen Wohnung scheiden aus. Außerdem ist die Arbeit immer da und der Rechner läuft 24 Stunden am Tag. Und es ist doof, wenn man mit einem Staatsanwalt telefoniert und währenddessen die Pizza im Ofen verbrennt.

Kommentare:

  1. Ich empfehle ein schnurloses Telefon.

    AntwortenLöschen
  2. ....un d die Betrriebsanleitung des Computers zu lesen. Es gibt nämlich einen Ausstellknopf.

    AntwortenLöschen
  3. Klingt aber eher nach einem etwas grösseren Unfall. Toi, toi, toi für die Genesung.

    AntwortenLöschen
  4. Gute Besserung! Und das Zuhausesein auch einfach mal genießen...

    AntwortenLöschen
  5. Homeoffice-Arbeitsplätze sind in der Arbeitsmedizin höchst umstritten, da sie eine neue Form der Selbstausbeutung fördern (können), da die Arbeit stets präsent ist. Zudem ist nachweisbar, dass Arbeitnehmer an solchen Arbeitsplätzen unter "sozialer Vereinsamung" leiden und in wichtige Ablaufprozesse des Unternehmens nur ungenügend eingebunden sind. Sie werden oftmals schlichtweg "vergessen".

    Andererseits haben Homeoffice-Arbeitsplätze unschätzbare Vorteile, was z.B. Flexibilität angeht. Auch lange Pendelzeiten entfallen.

    AntwortenLöschen
  6. Ich finde, es gibt Tage an denen "Homeoffice" (Scheissanglizismendasheisstheimarbeit! *g*) ganz gut passt und Tage an denen das nicht so ist. Das hängt ganz von der zu bewältigenden Aufgabe ab. Manchmal muss ich mich mit Dingen beschäftigen, die ganz viel Konzentration und ...hmm sagen wir... "innere Einkehr" erfordern. Da kann es schon vorteilhaft sein, wenn man sich den nervigen Arbeitsweg und das Geplänkel mit den Kollegen sparen kann und sich einfach durch Abwesenheit vor unnötigen Störungen schützen kann. An solchen Tagen hat man am Ende mehr geschafft als an einem durchschnittlichen Tag im Büro. Sobald aber intensive Abstimmung mit anderen Kollegen oder externen Stellen erforderlich ist, schwinden die Vorteile. (Ach so: Und gaaanz wichtig: Wenn zu Hause Kinder rumwuseln, dann fährt man am Besten immer ins Büro, weil es dort dann definitiv ruhiger ist... *g*)

    AntwortenLöschen
  7. Achso... und ganz wichtig und leider ganz vergessen: GUTE BESSERUNG, natürlich!

    AntwortenLöschen
  8. @ Alleswisser: ich will ja nicht belehrend sein, aber Heimarbeit i.e.S. hat mit Homeoffice nur das "Heim" gemein, ansonsten regelt sich die eine nach dem HeimarbG und das Homeoffice nach dem allg. ArbR.

    Trotzdem ist der Einwand richtig: Anglizismen sind nicht so schön...

    AntwortenLöschen
  9. @Obelix: Ja da war ich etwas ungenau, weil ich witzig sein wollte. Ehrlich gesagt fällt mir auch gar keine gute deutsche Übersetzung für "Home office" ein - jedenfalls keine, die es trifft. Mal ehrlich: Wer sagt denn schon "Telearbeit" oder sowas?

    AntwortenLöschen
  10. Auch ich wünsch´ gute Besserung!

    Heim-/Hausbüro kommt auch nicht in Frage Alleswisser?

    AntwortenLöschen
  11. Vielen Dank für die guten Wünsche. Morgen geht es wieder in´s Büro.

    AntwortenLöschen
  12. @ Alleswisser: "Telearbeit" ist nochmals etwas anderes, weil nur eine spezielle Form des Homeoffice...verflixt, warum sagen wir nicht einfach Heimarbeitsplatz?

    AntwortenLöschen
  13. Ich wohne und arbeite in demselben Haus. Büro ist unten, Wohnung oben. Und zwar seit 17 Jahren. Kann ich nur empfehlen!

    AntwortenLöschen
  14. @Obelix: Ach verdammt JA, DAS war das Wort... Danke, ich habe das nie aktiv verwendet und dementsprechend fiel es mir nicht ein. :-)

    AntwortenLöschen
  15. Ich wünsche auch gute Besserung. Hoffe, es klappt bald wieder im Büro und auf den Beinen, so dass dann auch wieder abends die Flucht vor der Arbeit gelingt. Nicht dass sich das Sekretariat noch an die ständige Präsenz gewöhnt und zum Feierabend das Arbeitstäschchen für die Nacht zusammenpackt... :-)

    AntwortenLöschen
  16. Ich hörte mal von einem berühmten Strafverteidiger, der lediglich einen Füllfederhalter besaß, mit dem er unterschrieb. Seine Mandanten besuchte er entweder gleich im Knast, oder sie waren so betucht, dass sie sich den Hausbesuch im Büro leisten konnten.

    So viel Schreibkram hat man ja im Strafrecht nicht.

    AntwortenLöschen
  17. Morgen geht es schon wiede ins Büro? Na, ich wünsche trotzdem noch mal gute Besserung!

    AntwortenLöschen
  18. @Brandau
    Naja, zwei Wochen war ich zu Hause. Morgen kommt der Gips ab. :)

    AntwortenLöschen
  19. HomeOffice ist doch sowieso der Arbeitsplatz der Zukunft. Mit Software wie Skype oder anderen Videokonferenzen braucht doch bald niemand mehr physisch vor Ort zu sein. Demnächst kann man ein Büro betreiben mit Personen weltweit ohne Räumlichkeiten.
    Aber trotzdem erstmal Gute Besserung ;-)

    AntwortenLöschen