Dienstag, 5. Oktober 2010

Chronisch unterbezahlt

Der Gegner hat Probleme. Sehr viele Probleme. Einige davon groß, andere eher klein. Unter anderem wollen viele Gläubiger Geld, der Staat will Geld, alles sehr ungenehm.

Bezahlt werden sollen die Schulden nicht. Er könne das alles nicht bezahlen, sagt er, denn er sei chronisch unterbezahlt.

Durchaus eine zutreffende Bezeichnung für Arbeitslosengeld II, leider aber nicht hilfreich.

Kommentare:

  1. allerdings für den Mandanten auch nicht hilfreich, denn seine Forderungen kann er nun ausbuchen - selbst ein Insolvenzantrag gegen den Gegner macht nur Kosten und führt zu nichts. Ob das stimmt, was der Gegner sagt, müsstet man allerdings schon mal überprüfen gründlich.

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  2. Ist ja auch wirklich eine Sauerei, dass man als Hartz-IV-Mensch so wenig "verdient". Und einfach so den "Job" wechseln in eine besser bezahlte Arbeit, das geht ja auch nicht.

    Ich berate gerade eine überregional tätige Schreinerei, die sofort zwei Azubis, zwei ausgelernte Gesellen und einen Facharbeiter einstellen würde, wenn sich denn jemand bewerben würde, der einigermaßen qualifiziert ist - und - arbeiten wollte.

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  3. Aber er hat doch kürzlich erst eine Lohnerhöhung bekommen...

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  4. Hey Obelix...Harz4 Leute "kriegen" Geld..."verdienen" tun sie es nicht.

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  5. @obelix: dann ist es mit der beratung wohl nicht so weit her. personalauswahl ist nicht leicht, aber es ist auch nicht rocket science. dass ein kleiner betrieb daran scheitert (überregional oder nicht) ist fast schon normal. dass ein berater sagt: die bewerber sind alle doof oder da sind keine, hmmm, da hat wohl jemand keinen bock seinen job zu tun? uuups, genau das, was er den anderen vorwirft? und die bezahlen sie? hoffentlich nur in naturalien (bücherbords und so)

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