Donnerstag, 5. August 2010

Rechtsprobleme, überall Rechtsprobleme

Hach ja, die angebliche Unfähigkeit der Strafrechtler - zu finden in den Kommentaren zu diesem Beitrag - ist ein schönes Sommerlochthema. Einfach immer wieder gerne genommen.

Glücklicherweise bin ich raus aus der Verantwortung, da urlaubsbedingt abwesend. Ich kann fragend und missbilligend über den Rand meiner Sonnenbrille gucken, an dem Schirmchendrink nippen und muss mir nicht den Kopf über den fiktiven Mandanten X zerbrechen, der eine fiktive Packung Kekse aus der fiktiven Minibar eines fiktiven Hotels genommen haben soll. Hab ich das gut! In einer ähnlich positiven Lage sind die ebenfalls urlaubenden Kollegen Nebgen, Siebers, Burhoff und der StrafrechtsBlog.

Und der Rest? Die anderen Strafrechtler? Wissen die dazu nichts, wie der Beobachter nicht beobachtet, sondern schlussfolgert?

Mitnichten, denke ich. Die Kollegen haben wohl nur gelernt, sich den Kopf nur an den Stellen zu zerbrechen, an denen es nötig ist. Ein - nicht bloggender - Hamburger Kollege spricht gerne davon, dass er eine Denkschwäche habe. Ja, eine Art Lähmung sogar. Diese schlimmen Beschwerden sind schlagartig weg, wenn der geforderte Vorschuss da ist. Dann klappt das mit dem Denken tadellos. So schont der Kollege Nerven und Gehirn, eine vernünftige Einstellung. Der wird sich denken: "Das ist nicht meine Schachtel Kekse!"

So, und jetzt gehe ich wieder zu den schweigenden Strafrechtlern. Gleich 16 Uhr, Kaffeezeit und Gehirn abschalten. Wobei: an der Pferdeweide nebenan hängt so ein Warnschild, dass die Tiere beißen könnten. Wenn da jetzt ein Kind käme und gebissen würde, wie wäre das denn dann? Weia, überall Rechtsprobleme, überall. Prost.

Kommentare:

  1. aber ganz ohne bloggen können Sie auch nicht, oder? Und der Kollege Nebgen ebenfalls in Urlaub. tststs, doch wohl nicht zusammen? :-)

    AntwortenLöschen
  2. wenn man das Pferd nun vorsorglich zu Sauerbraten und Frikadellen verarbeitet und verzehrt ist das dann Mundraub? ;)

    AntwortenLöschen
  3. Ich wünsche schönen Urlaub. Kommen Sie erholt zurück. (Gleiches gilt auch für den Herrn Nebgen!)

    AntwortenLöschen
  4. Weder Kind noch Pferd können lesen. Die ominösen Keske würden von Pferd und Kind gemeinschaftlich aufgefuttert und am Ende streicht der Wind leise durchs Gras und treibt die Verpackung in den Sonnenuntergang. Seufz, Sie können es wirklich schön haben. Geruhsamen Urlaub.

    AntwortenLöschen
  5. Pass lieber auf die Frauen auf.

    Das werden Weiber zu Hyänen
    Und treiben mit Entsetzen Scherz,
    Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
    Zerreißen sie des Feindes Herz.

    AntwortenLöschen
  6. @Anonym
    Genau, Herr Schiller. Aber Feinde? Ich bitte Sie, ich war immerhin mal beim Dalai Lama.

    AntwortenLöschen
  7. Kekse?
    Nee.. "Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt." (Forrest Gump)
    *grübel*
    Ist das im juristischen Bereich wirklich auch so? Rechtsunsicherheit?

    AntwortenLöschen