Donnerstag, 22. Juli 2010

Berufsrisiken

Anwalt ist an sich ja ein eher ungefährlich Beruf. Trotz der Sorgen von Mama und Oma hat mich z.B. noch nie ein Mandant ausgeraubt, geschlagen, ja nicht einmal beschimpft. Pöbelenden Zeugen auf Gerichtsfluren konnte ich immer weiträumig ausweichen und noch nie hat ein Richter mit einem Aktenordner nach mir geworfen. Tja, bei dem Job als Reitlehrerin früher habe ich mir den Finger gebrochen. Welcher Beruf ist da wohl - auf den ersten Blick - risikoreicher?

Nun hat mich ein schlimmes Schicksal ereilt, zwei typische Berufsrisken haben sich realisiert. Nach einer zweitstündigen Besprechung mit einem Mandanten ist meine Stimme so gut wie weg und dann habe ich mir in die Hand getackert.

Vielleicht suche ich mir einen riskoloseren Job, Rodeoreiterin oder so. Aua.

Kommentare:

  1. Ich habe mich soeben in mehreren Selbstversuchen darum bemüht, die Situation nachzustellen: Wie zum Geier kann man sich in die Hand tackern??? Ich bekomme da nichtmal einen Finger rein... Muss an den zarten kleinen RAinMausi-Händen liegen, dass das passiert ist. Damit ist es also weniger ein Berufsrisiko als ein Bauart-bedingter Mangel... :-)

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  2. Dann hoffe ich mal, dass sich wenigstens das weitere Berufsrisiko für Leib und Leben, ein Schnitt an einem scharfen Papierrand, nicht verwirklicht!

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  3. Sowohl für Rodeoreiten, als auch gefährliches Tackern bieten die USA ideale Voraussetzungen.
    1x Finger perforieren und den Hersteller / Verkäufer des Tackers auf 15 Mio USD Schmerzensgeld verklagen. Hat doch was, oder? ;-))

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  4. @Alleswisser
    Naja, in den Finger. Wie genau das jetzt passiert ist, das weiß ich auch nicht. ;-)

    @Brandau
    Ah, zitternd werde ich den Rest das Tages verbringen und auch dieses Unbill erwarten.
    ;-)

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  5. Ein klassischer Berufsunfall! Nur kurz habe ich überlegt, woran er mich erinnert - hieran:
    http://holubeck.de/Witze/p-s.htm

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  6. Vielleicht sollte man Tacker ab sofort "Mausi-Fallen" nennen?

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  7. @Axel John
    15 Mio? Ich buche mal Urlaub. :-)

    @Andreas Schwartmann
    Muah!
    ;-)

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  8. Bürojobs sind oftmals nicht so ungefährlich wie sie erscheinen, denn gerade in der Unvorbereitung liegt ein großes Gefahrenpotential, wenn diese Achtlosigkeit trifft. Etwa vom Rutschen vom Bürostuhl oder beim Stolpern über ein schlecht verlegtes Kabel (oder Bleistift), usw.

    Dazu kommen die üblichen Gesundheitsschäden durch Büroarbeit, wie zB "Rücken" durch falsches und zuviel Sitzen, Augenüberlastung, fehlende Bewegung, usw. und berufsbedingte Krankheiten wie etwa Burnout hinzu.

    Eine Berufsgenossenschaft hat bestimmt Tipps für die Unfallverhütung.;)

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  9. Bin zwar nicht von der BG, aber ich würde folgende Sicherheitsmaßnahmen per sofort für notwendig erachten:

    1. Schuhe mit Stahlkappen, wg der Überrollungsgefahr mit dem Bürostuhl.

    2. Schnitter-Handschuhe wie sie im Schlachthof getragen werden, zum einen wg. des Papiers und zum anderen kommt man mit Handschuh nicht mehr in den Tacker.

    3. Sicherheitsbrille zum Schutze der Augen vor Stiften und ähnlichem unbill.

    4. Schutz für den Lendenwirbelbereich wg der schweren hebenden Tätigkeiten wie z.B. einlegen von Druckerpapierstapeln.

    5. Schnittschutzhosen in schickem grün/orange falls sie mal mit einem Messer hantieren müssen.

    Wenn Sie dann ein Bild einstellen würden wäre das sehr freundlich. Lediglich damit ich sehen kann ob Sie auch alles richtig angelegt haben. Nichts ist schlimmer als falsch angelegte Schutzkleidung.

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  10. Das Schlimme ist wohl eher die Kombination:
    Schlimmer Unfall und keiner hört das Jammern und Schreien!

    Zum Glück braucht man die Stimme zum Bloggen nicht. Das geht auch mal mit dem 10-1 Fingersystem.

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  11. @FrankR: Mit Schnitter-Handschuhen kommt man nichtmal mehr *an* den Tacker *g*...

    Gute Besserung, Frau RAin, soll ich mit meiner Anfrage vllt. noch ein wenig warten? ;)

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  12. @gb
    Ich bin - Dank modernster medizinischer Methoden - wiederhergestellt. ;-)

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  13. Also Frau Braun, welcher Mandant würde schon seine Hand gegen einen Engel erheben?
    Das darzustellen ist völlig überflüssig.

    Mich würde mehr interessieren, ob schon mal jemand Straftaten begangen hat, nur um unter einem Vorwand mit Ihnen Essen (und wenns nur die Gerichtskantine ist) gehen zu können?

    Das wäre jedenfalls momentan so meine Idee, ich suche zur Zeit aber noch die passende Straftat ;)

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  14. Folgende habe ich bislang ins Auge gefasst, damit Sie mich auch nicht so schnell vergessen:

    §§ 80, 94, 293, 297 311 StGB

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  15. @Der Verehrer
    Fischwilderei?? Na, ich rate eher zu einer Tat, die sehr viele Verhandlungstage nach sich zieht. Das ist doch besser für alle.
    ;-)

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  16. @Der Verehrer
    Es ist doch allgemein bekannt, dass Frau Braun mit dem bloggenden Kollegen Nebgen verlobt ist.
    Tja.

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  17. am (sterbens-)risikoärmsten arbeitet es sich in der öffentlichen verwaltung! dort liegen die todesfälle auf 100.000 beschäftigte bei neun. kein vergleich mit binnenschiffahrt (127), bergbau (103) und tiefbau (47). und das berufsrisiko der polzisten (18) liegt unter dem durchschnittswert aller berufsgenossenschaften (20).

    (quelle: albrecht kriminologie, 3. auflage 2005)

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  18. Verlobt mit dem biederen Typen?
    DAS darf nicht wahr sein! ;)

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  19. Gegensaetze ziehen sich an ;)

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