Dienstag, 29. Juni 2010

Rechtsrat von den Strafverfolgern

Ein Mandant von mir kommt mit einem Anhörungsbogen vorbei und fragt, was er nun tun soll. Es folgt mein Rat, keine Aussage zu machen und das weitere Vorgehen nach erfolgter Akteneinsicht zu besprechen.

Das wundert den Mandanten etwas. Hatten ihm doch zwei Polizisten - die die vermeintliche Straftat beobachtet hatten - genau erklärt, was er in einen solchen Anhörunsgbogen schreiben solle. Wenn er ihrem Rat folgte, so sollen die Polizisten gesagt haben, dann könne gar nichts passieren.

Das fand der Mandant auch ganz überzeugend und wollte eigentlich auch so vorgehen. Ihn machten dann aber bestimmte Fragen in dem Anhörungsbogen stutzig, z.B. ob er mit dem Strafbefehlsverfahren einverstanden sei. Der Gang zum Anwalt wurde also schließlich doch angetreten.

Gute Idee.

Kommentare:

  1. Irgendwie irritierend das Ganze ...

    Da beobachten einen zwei Polizisten und geben einem dann die Aussage vor, statt ordnungsgemäß zu belehren, dass er nichts zu sagen braucht?

    Stinkt irgendwie ein bisschen.

    Gruß
    Joe

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  2. Die waren bestimmtnicht im Dienst und mußten daher nicht belehren ;)

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