Mittwoch, 2. Juni 2010

Auslegware?

Schon Goethe hat geraten "Im Auslegen seid frisch und munter. Legt ihr´s nicht aus, so legt was unter." (Goethe, aus den Zahmen Xenien II).

Sich als Rechtsanwalt mit der Auslegung von Verträgen, die von Laien formuliert und geschlossen wurden, ist immer wieder eine große Freude. Auch Verträge aus dem Internet sind nicht unbedingt besser.

Die Frage, was denn vereinbart wurde bzw. was gewollt war, vermag im Nachhinein kaum ein Mandant zu beantworten. Insbesondere dann nicht, wennn alle Vereinbarungen mündlich erfolgten. Eines ist aber jedenfalls klar: So, wie es jetzt ist, so sollte es nicht sein.

Ich wette, dass die Akte vor mir ein klassischer Fall für einen Vergleichsvorschlag eines Richters ist. "Na, wie wäre es mit 50/50?"

Kommentare:

  1. Ich wage zu behautpen, dass es gelegentlich bei anwaltlich formulierten Verträgen nicht wesentlich anders ist!

    Gruß
    Joe

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  2. Ist nicht (fast) jede Zivilakte ein Fall für den richterlichen Vergleichsvorschlag: "Wollen Sie sich nicht auf den hälftigen Betrag bei Kostenaufhebung einigen"? ;)

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  3. @Geschichtenblogger, da haftet dann aber der Anwalt!

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