Dienstag, 1. Juni 2010

Alles aus einer Hand?

Der Kollege Siebers stellt hier zutreffend fest, dass Zivilisten einem einen gehörigen Schrecken einjagen können. Ich wurde kürzlich von einer befreundeten Kollegin -einer Zivilistin- angerufen und mit der Frage konfrontiert, wie sie denn um die Wahrnehmung eines Hauptverhandlungstermins herumkomme. Sie sei da beigeordnet und es ginge um Vergewaltigung oder so.

Von meiner Seite kam erstmal langes Schweigen, ich atmete tief ein und stellte dann die Frage, ob es denn wirklich tunlich sei, als erstes Mandat der offenbar beginnenden Strafverteidigerkarriere ein solches Delikt zu bearbeiten. Da lachte die Kollegin fröhlich und meinte, es sei doch nur eine Nebenklage und eigentlich könne man da ja nichts falsch machen.

Meine ermahnenden Worte verhallten ungehört. Naja, besser ein reiner Zivilrechtlerin als Nebenklagemaus und nicht als Verteidigerin.

Kommentare:

  1. War die Zivilistin in Zivil, als sie anrief? Konnte man das durch´s Telefon sehen?

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  2. Sich weiß ich´s nicht, aber wahrscheinlich trug sie eine Perlenkette. ;-)

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