Freitag, 7. Mai 2010

Werbung

Die Visitenkarten, Homepages, Flyer und Briefbögen von Kollegen bieten -manchmal- Anlass zur allerlei Erheiterung. Der Großteil ist absolut in Ordnung, teilweise extrem gut. Ab und an gibt es aber ausgemachte Scheußlichkeiten.

Muss man sein Gesicht auf Briefpapier und Visitenkarten drucken? Muss man damit werben "fast alle Richter" persönlich zu kennen? Muss man Sprüche wie "Alles aus einer Hand" auf seinem Briefbogen stehen haben? Oder potentiellen Mandanten berichten, dass man schon im Kindergarten Anwalt werden wollte? Wegen des Sinns für Gerechtigkeit?

Ich denke nun auch über einen werbewirksamen Spruch nach. So was wie "Werden Sie gern rausgehau´n, geh´n Sie zu Rechtsanwältin Braun" oder "Braun - wenn Sie mal die Frau verhau´n." Falls es auch deftig sein darf: "Die blonde Braun kann Sie aus der Scheiße hau´n."

Kommentare:

  1. Warum kommt da in jedem Satz "hau'n" vor?
    Komisch...

    Vielleicht "Vertrau'n sie Braun" (könnte aber als Anspielung auf die unrühmlichen 1930er Jahre in D-land missverstanden werden.) oder "Macht sie der Staatsanwalt nieder, RAinBraun richtet's wieder" ;-)

    Lassen Sie's lieber.

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  2. @Anonym
    Hm. Vielleicht hatte ich zu viele Körperverletzungen auf dem Tisch die letzten Wochen. Ihr Spruch ist hübsch..aber möchte man den auf Plakaten lesen? ;-)

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  3. möchten sie nicht durch schwedische gardinen schau'n, vertrauen sie auf braun.

    hat man sie erwischt beim klau'n, dann verteidigt sie braun.

    der nachname braun bietet so viele möglichkeiten, es wäre schade wenn ihn nicht nutzen würde.

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  4. Noch schöner wäre aber, wenn es auch mit der Metrik stimmen würde. Nicht diese schrecklichen "Reim Dich oder ich schlag Dich"-Sprüche aus der Kategorie "Die fröhliche Anzeige": "Ja, lieber Pappa schau nur richtig hin, heute stehst Du auch einmal in unserer tollen Heimatzeitung drin..."

    Dann doch lieber lyrisch:

    Vom Lahne- an den Elbestrand
    hat sie es hinverschlagen,
    bringt Richter an des Wahnsinns Rand,
    läßt Ankläger versagen.

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  5. @Sebi
    Bei eventuellen Eheschließungen werde ich den Namen behalten. Ganz sicher.

    @Anonym
    Hach. Wer braucht da noch Rilke und co.

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  6. Rechtsanwälte dürfen doch gar keine Werbung machen; und die genannten Slogans hören nicht mehr nach reiner Information an.
    könnte man ja der anwaltskammer mal nen hinweis zukommen lassen "frau braun kann ihnen die zukunft versaun" ^^

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  7. Das erinnert mich an den Spruch, der einem bekannten Wiener Rechtsanwalt aus der Zwischenkriegszeit ironisch zugeschrieben wurde:

    Vom Mörder bis zum Kindsverderber,
    alles verteidigt Doktor Sperber. :)

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  8. Ich erfreue mich immer noch des Kollegen, der auf seinem Briefkopf damit wirbt, dass er Mitglied der Rechtsanwaltskammer sei.

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  9. "Mitglied der Rechtsanwaltskammer" begegnet mir auch oft. Ähnlich häufig wie "Zugelassen an allen Amts- und Landgerichten".
    Boah!

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  10. § 2 Abs. 1 Nr. 4 DL-InfoV fordert vom Anwalt, dass er unaufgefordert über die zuständige Rechtsanwaltskammer informiert. Dafür gibt es weit schlechtere Möglichkeiten, als diese Information auf dem Briefkopf einzubinden.

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