Dienstag, 25. Mai 2010

Wenn´s doch stimmt

Ich konnte dem Mandanten heute Vormittag in der Besprechung ausreden, sich vor Gericht äußern zu wollen.

Es hätte noch in Ordnung sein können, den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung (Tritt mit beschuhtem Fuß in den Hintern) zu bestreiten.
Keinesfalls sinnvoll wäre gegenüber der recht stabilen Vorsitzenden aber die Äußerung:

"Ja, fette Kuh hab´ ich schon gesagt, das stimmt ja nun aber auch"


Mir fehlt zu den Maßen der Anzeigenerstatterin zwar jegliches Wissen. Vorhanden ist aber die Erkenntnis, dass mit der Einlassung kein Blumentopf zu gewinnen ist.

Kommentare:

  1. *pruuust* da würd ich zu gern als mäuschen in der hauptverhandlung sitzen.

    lg und eine schöne kurze woche!

    stephi

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  2. brüll, lach, kicher ... einfach klasse, so belustigt sich Anonym 3:04.
    "... gegenüber der recht stabilen Vorsitzenden ..."
    (Frauen sind da ja besonders sensibel, wenn es um Kennzeichnung leiblicher Umfänge geht!)

    Allerdings, beim genauen Zuhören, wäre man, also ich, zu folgendem Schluß gekommen: Fette Kühe gibt es nicht. Also mir sind jedenfalls fette oder verfettete oder "recht stabile" Kühe nicht bekannt. Und - ich lebe hier auf dem bayerischen Lande, deren Bevölkerung von Fehlernährung mit der Folge der Fettleibigkeit doch eher gekennzeichnet ist, also Menschen nicht Kühe. Von daher wäre die Bezeichnung "fette Kuh" nicht tatbestandsmäßig, da sie insoweit eher auf Menschen, oft, bezüglich der Mast, auch auf Schweine anwendbar ist! Was mir aber vermehrt auffällt, ist die überproportionale Zunahme der Umfänge, der den jeweiligen Kühen zuzuordnenden Euter. Diese Leistungskühe, Euterkühe, unsere "Elite" unter den Kühen quasi. Dann sollte man doch zu der Bezeichung "fetter Euter" übergehen. Würde insoweit auch nicht oder weniger eine Vorsitzende in ihrer richterlichen Urteilskraft beeinflussen. Weil welche Richterin besitzt schon einen Euter? Ich kenne keine, auch nicht hier in Bayern.

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