Donnerstag, 6. Mai 2010

Politisch korrekt

Der Kollege Siebers bloggt hier über die politisch nicht ganz korrekte Bezeichnung eines Streichkäses. Prompt fällt mir wieder ein Polizist ein, der als Zeuge sachte mit seiner möglichen Xenophobie konfroniert wurde.

"Nein", sagte er. Er sei doch nicht fremden- oder ausländerfeindlich. Schließlich komme er "sogar mit den Zigeunern im Haus" gut aus.

Da wird wohl mal ein Auffrischungskurs political correctness fällig.

Kommentare:

  1. Wer auch immer Sinti und Roma auf die Idee gebracht hat, die Bezeichnung "Zigeuner" selbst als stigmatisierend und diskriminierend anzusehen, hat ihnen keinen Gefallen getan. Würden sie sich stolz selbst zu dieser Bezeichnung bekannt haben, wäre den Stigmatisierern und Diskriminierern ein böses Wort genommen worden, sie wären sprachlos gemacht worden.

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  2. Das ist aber auch schwierig, weil es nicht nur Sinti und Roma sind.

    Ich hatte mich jedenfalls mal gefreut in einem Verfahren (es ging um Mütter, die ihre Kinder zum Klauen geschichkt hatten), als der Verteidiger im Plädoyer seinen Mandantin als "Zigeunerin" benannte- da konnte ich das doch gleich zitieren. :-)

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  3. @AnotherOne
    ich denke, das sehen die Roma und Sinti anders. Zumindest ist ihr Selbstbewusstsein enorm gestiegen, seit dem man ihnen einen besonderen Status, der sich auch in der Bezeichnung wiederspiegelt, gegeben hat. Zumindest ist es in den eher südlich-östlich-mitteleuropäischen Ländern, wo es doch mehr Betroffene gibt als hierzulande, zu beobachten.

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  4. Vor allem da es noch andere zigane Völker neben den Roma und Sinti gibt... und die kann man kaum schwerer Beleidigen, als sie eben als Roma oder Sinti zu titulieren. ;)

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  5. OK. Das nächste mal werde ich im Restaurant ein Sinti- und Roma-Schnitzel bestellen.

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  6. Na gut, mit den Zigeunern mag er ja zurechtkommen, aber wie sieht es denn mit den Negern aus? ;-)

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  7. Das ist keine Volkszugehörigkeit, sondern eine Beschreibung anhand der Hautfarbe!und daher immer diskriminierend!

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