Mittwoch, 19. Mai 2010

Der unwirtschaftliche Mops

Anruf einer potentiellen Mandantin, ein Problem mit dem gekauften Hund. Ihr Mops habe eine Krankheit, die Sir Johnny (Name von der Redaktion geändert) auch gehabt habe.

Aha, sage ich, wer ist denn das? Anruferin erklärt mir, dass dies ein bekannter Mops einer noch bekannteren PR-Dame sei. Diese Dame habe einen sensationellen Prozess gegen einen Züchter von Möpsen geführt und auf ganz Linie gesiegt. Das wolle sie nun auch, aber hallo!

Meine Anmerkung, dass jeder Fall anders liege und jeder Prozess anders verlaufe, wurde nicht so recht zur Kenntnis genommen. Sie habe schon zwei Aktenordner an Unterlagen, die müsse ich alle lesen.

Gerne mache ich das. Bei einem Streitwert von unter 600,00 Euro allerdings nicht zu gesetzlichen Gebühren (58,50 Euro netto). Dies wollte die -rechtschutzversicherte- Anruferin nicht. Das ist nachvollziehbar.

Es ist aber ebenso nachvollziehbar, dass alle Rechtsanwälte wirtschaftlich denken und handeln müssen.

Kommentare:

  1. Mit Möpsen beschäftige ich mich gerne auch zu den gesetzlichen Gebühren. *SCNR*

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