Dienstag, 20. April 2010

Rollenspiele

"Wer sich selbst vertritt, hat einen Narren zum Mandanten.", so heißt es. Vorsicht ist aber auch geboten bei der Vertretung naher Verwandter. Mutti, Papi, Omi, Opi, Bruder, Schwester und der Rest der buckeligen Verwandtschaft wollen oft nicht ohne Gegenwehr akzeptieren, dass sich die -vielleicht- eingeübten Rollen im Mandatsverhältnis möglicherweise umkehren.

Gedanklich sehe ich mich schon im Gerichtssaal (im Ziviljustizgebäude nur, zum Glück) und einen nicht näher bezeichneten Verwandten zum Richter sagen: "Gelle, des dürfe Se der Alexandra jetzt ned übel nehme. Die war schon als Kind manchmal e bissche zickig un vorlaut."

Vorher lege ich aber das Mandat nieder. ;-)

Kommentare:

  1. "... und einen Narren als Anwalt" (vollständiges Zitat).

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  2. Guten Morgen Frau KOllegin,

    ich habe gerade eine Scheidung zu vertreten, in der der Ehemann ein Kollege ist. Ich habe ihm soeben, unter Hinweis auf Ihre oben angesprochene Lebensweisheit dringend angeraten, sich nicht selbst zu vertreten. Mal schauen, wie er auf diesen (wirklich ehrlich gemeinten, guten) Rat reagiert.

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