Freitag, 2. April 2010

Praxisarbeit

Es gibt viele Dinge, die ich in der Ausbildung nicht gelernt habe. Eigentlich ist man als Junganwalt direkt nach dem Referendariat nicht lebensfähig.

Das erste Mal eine Kostennote schreiben hat ca. drei Stunden gedauert und ich habe diverse Gebühren vergessen. Zu Beginn meiner Tätigkeit hat mir sogar mal eine mitfühlenden Kollegin, für die ich als Terminsvertreterin tätig war, die nicht berechneten Gebühren überwiesen und einen netten Brief geschrieben. Da sag nochmal einer, Anwälte seien fiese Biester und gönnten einander nichts.

Rechnungen schreiben kann ich mittlerweile und ich finde nun auch alle Hamburger Gericht ziemlich zuverlässig. Nach einigen Jahren nickt mir nun sogar der Pförtner bei der Staatsanwaltschaft freundlich zu und besteht nicht auf genauer Kontrolle des Anwaltsausweises.

Aber: ich kann einfach Blätter der Akte nicht so falten, dass oben eine Ecke raus steht und ich die Seite gleich finde. Ich prodiziere nur leicht verknülltes Papier. Dafür gibt es natürlich wieder keine Fortbildungen. Typisch.

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