Sonntag, 25. April 2010

Kaum begonnen, schon vorbei


"Ein persönliches Beratungsgespräch ist nicht möglich, eine Telefonberatung ist ebenfalls nicht möglich. Ich verlange eine formelle schriftliche Beratung.
Alles Schriftliche, was in meinem Namen von dem mich vertretenden Anwalt an eine Drittperson geschickt wird/zu schicken ist, muss gleichzeitig in Kopie an mich geschickt werden. Ich bestehe auf absolute Transparenz!!
Haben Sie Interesse, mich zu meinen Bedingungen schriftlich und formell zu beraten?"



Nö!
Es gibt Anfragen, da wittere ich den Ärger schon von weitem. Insbesondere, wenn es sich bei der Anfrage um einen mehrseitigen Serienbrief handelt, der offenbar an eine Vielzahl von Kollegen und Kolleginnen versandt wurde. Der Satz, der mit: "Ich verlange.." beginnt, wurde hier auch schon von einem Kollegen als ungeeigneter Einstieg in ein Mandatsverhältnis bewertet.

Ein Rechtsanwalt sollte das Gespräch mit dem potentiellen Mandanten übrigens auch nicht mit:"Ich verlange von Ihnen 1000,00 Euro Vorschuss, pünktliches Erscheinen zu Besprechungsterminen und Absagen derselben mindestens 24 Stunden vorher und ein kleines Geschenk bei jedem Kanzleibesuch" beginnen.

Kommentare:

  1. "Sehr geehrte/r [Mandant/in],

    leider ist es mir aufgrund von akuter Arbeitsüberlastung gegenwärtig nicht möglich, neue Mandante anzunehmen. Ich empfehle Ihnen jedoch meinen Kollegen [Namen eines verhassten Kollegen einsetzen].

    Mit freundlichen Grüßen

    Rechtsanwalt"

    AntwortenLöschen
  2. Der Serienbriefschreiber wittert in der teilweisen Veröffentlichung seines Briefes nun bestimmt einen Verstoss gegen das UrhG ;-)

    AntwortenLöschen
  3. @Markus
    Was für ein diabolischer Plan. ;-)

    AntwortenLöschen