Montag, 26. April 2010

Ghostwriter

Der Anrufer eben wollte, dass ich ein von ihm verfasstes Schreiben auf meinem Briefkopf und meiner Unterschrift versehen an ein Gericht versende.
Für mich sei das doch viel einfacher und billiger als SELBST ein Anspruchsschreiben zu verfassen. Ach ja, das ominöse Schreiben ist ürigens auch noch in einer Sprache verfasst, die ich nicht beherrsche.

Es war ziemlich mühsam, dem Herren zu erklären, dass ich ungern Verantwortung für etwas übernehme, was ich nicht einmal lesen kann. Sein "But the letter is in nice language." überzeugte mich auch nicht.

Bevor jetzt jemand fragt: es handelt sich nicht um ein Schreiben in englischer Sprache. ;-)

Kommentare:

  1. überraschend daran finde ich einzig, dass der Mandant sich traute, unumwunden zuzugeben, warum er überhaupt eine/n Anwält/in zu brauchen meint: Nämlich allein wegen des Briefkopfs und der Unterschrift.

    Und der Haftpflichtversicherung, vermutlich.

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  2. Da kann man sich aber auch den anwaltlichen Briefkopf selber ausdenken. Das prüft kaum einer nache.

    Hier konnte ein falscher Anwalt jahrelang Geld bei Rechtsschutzversicherungen von Ex-Mandanten abzocken - zu Lasten der unwissensden Versicherten. Teilweise war er auch vor Gericht aufgetreten. Keiner hat dort mal unter www.rechtsanwaltsregister.org nachgeguckt.

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