Donnerstag, 29. April 2010

"Damit ich Dich besser sehen kann"

Der Kollege Nebgen schreibt hier über das in Hamburg häufig auftretende Problem der Sitzordnung bei Strafverhandlungen. Argmuntiert wird von den Richtern immer gleich. "Ich will den Angeklagten genau sehen.." und/oder "Bei uns sitzt der immer da in der Mitte."

Ein Unding, dass es nicht selbstverständlich ist, dass der Mandant neben seinem Verteidiger sitzen "darf". Ein Vorsitzender, der so etwas nicht zulassen will, der sollte wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden. Irgendwann muss doch dann der Zeitpunkt kommen, an dem dieses leidige Thema nicht mehr in jeder dritten Hauptverhandlung auf den Tisch kommen muss.

Vielleicht werde ich das ja noch erleben. Oder zumindest der Praktikant, wenn er denn immer noch Jura studieren will.

Kommentare:

  1. Im ostfriesischen Raume ist es da glücklicherweise absolut üblich, daß der Verteidiger direkt neben seinem Mandanten sitzt.
    Mindestens ebenso unangenehm ist es dann aber, daß der Verteidiger damit zum Teil im Rücken der Zeugen sitzt, deren Mimik während der Aussage also nicht wahrnehmen kann.

    Ich habe mich auch schon desöfteren gefragt, ob es das richtige Bild vermittelt, wenn Richter, Staatsanwalt und sogar Protokollführer im Gegensatz zu dem verteidiger und dem Angeklagten auf einer Art Podest sitzen. Eine unbeabsichtigte "Herabsetzung"? ;)

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  2. kleine Kritik: es wäre nicht schlecht, Links irgendwie zb durch unterstreichen/fett drucken hervorzuheben, meine maus hat das "hier" nur rein zufällig erschnüffelt ;-)

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