Samstag, 3. April 2010

Anwaltlicher Notdienst

Was man als "Notfall" bezeichnet, das ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Kürzlich rief auf meinem Handy eine Dame an, die die Nummer im Internet auf meiner Seite als für "Notfälle" gefunden hatte. Ich denke dabei an Festnahmen, Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und ähnliche, sehr unangenehme Vorfälle.

Die Dame wollte am Samstag gegen 21 Uhr (ich war auf einem Geburtstag) aber wissen, ob sie das der Schwägerin geschenkte Kätzchen wieder bekommen könne. Die kümmere sich nämlich nicht so recht um das Tier und lasse es nun sogar für ein Wochenende allein. Die Polizei habe ihr nicht so recht helfen wollen und daher habe sie einen Anwalt angerufen.

Ich habe der Dame einen Termin am Montag angeboten und die Worte "Vorschuss" und "Rechnung" erwähnt. Der Termin wurde nicht wahrgenommen. Erstaunlich.

Kommentare:

  1. Und sollte wider Erwarten der Termin dann doch wahrgenommen werden, sollte ein Stundenhonorar von mindestens 250,00 € und ein verlorener Vorschuss zur Einarbeitung von 2.000,00 € mindestens verlangt werden.

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  2. Nun ja, sofern ja wie mitgeteilt, eine weitere Spezialisierung auf Pferdecht aufgrund eher beißwütiger Lippizzaner ausfallen dürfte, könnte eine Spezialisierung auf Katzenrecht Sinn machen. Freilich nur, wenn diese nich kratzen und mit dem ebenfalls praktizierten Eichhörnchenrecht keine Interessenskollision zu vermuten steht.

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  3. Hätte sie mal zu den handelsüblichen Zeiten angerufen, als die anderen Vierbeiner dran waren.

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  4. Schöne Story, so sieht man wieder, wie subjektiv die Wahrnehmung ist, Notfall ist eben nicht gleich Notfall!:)

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