Montag, 29. März 2010

Nicht nur Mord und Totschlag

Über die Tätigkeit einer Strafverteidigerin herrschen offenbar teilweise lustige Ansichten. Kürzlich erzählte mir eine Dame, bei einer Unfallflucht oder Trunkenheit am Steuer ginge man doch nicht zu einem Strafrechtler. Die würden sich doch wohl ausschließlich mit Mord und Totschlag beschäftigen und nicht mit "so Kleinkram". Ich habe der Dame versichert, dass sie bei derartigen Vorwürfen auch bei mir richtig sei.

Mir wurde dann schlagartig klar, warum so viele strafrechtliche Mandante bei Kollegen mit anderen Schwerpunkten landen. Bei einem Verkehrsrechtler ist man als Unfallflüchtiger noch in guten Händen. Ob man allerdings bei dem Vorwurf, den Ehemann verprügelt zu haben, zum Familienrechtler gegen sollte oder beim Vorwurf des Internetbetruges zum Fachanwalt für IT-Recht? Ich weiß nicht.

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