Donnerstag, 25. März 2010

"Ich habe kein Geld, da kriege ich doch einen Pflichtverteidiger!"

Regelmäßig bekomme ich Anrufe von Menschen, die einen Pflichtverteidiger suchen. Das Telefonat beginngt meistens mit den Worten:"Ich verdiene nichts und da kriege ich ja einen Pflichtverteidiger!"

Wenn ich den Anrufern dann erkläre, dass die Frage vielmehr sei, ob ein Fall der "notwendigen Verteidigung" vorliege und dass dies bei dem geschilderten Sachverhalt (Vorwurf des Diebstahls, keine Vorstrafen, keine offenen Bewährungen etc.) wohl nicht der Fall sei, dann herrscht großes Befremden.

"Bekomme ich dann denn wenigstens Prozesskostenhilfe??!!" lautet in aller Regel die nächste Frage, die ich auch verneinen muss. Nun ist der Anrufer recht unzufrieden und ein Mandatsverhältnis wird eher nicht zustande kommen. Bei der geschilderten Lage bestehe ich nämlich auf einen Vorschuss, den der Anrufer -meistens- nicht zahlen will und dann das tut, was "selbst verteidigen" genannt wird. Leider wird dies nicht unbedingt von Erfolg gekrönt sein.

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