Freitag, 26. März 2010

Düfte im Gerichtssaal

Das Arbeitsgericht in Köln hatte gestern über die Klage eines Architekten gegen seine Kündigung zu entscheiden. Dem Herren war wegen seines Schweißgeruchs gekündigt worden. Diese Begründung hielt der Kläger für eine Verletzung seiner Menschenwürde.

Das Gericht kam nun dazu, dass die Kündigung wirksam sei. Allerdings befand sich der Kläger noch in der Probezeit, in der eine Kündigung auch ohne Begründung möglich ist. Das Gericht musste sich also mit der Frage, ob eine Kündigung wegen Körpergeruchs zulässig ist, nicht auseinandersetzen. Es ist nicht überliefert, ob der Gerichtssaal nach der Verhandlung lange gelüftet wurde.

Der Arbeitgeber des Architekten hätte wohl besser daran getan, dem Herren ohne jede Begründung zu kündigen.

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